Dienstag, 30. November 2010

Zwei Formen des Atlantizismus vereint: Raketenverteidigung auf dem NATO-Gipfel



Peter Custers

Übersetzt von Einar Schlereth
Es gab mehrere Schlüsselfragen auf der Tagesordnung des Gipfels. Am vergangenen 20. November versammelten sich Vertreter der 28 Mitgliedsstaaten der NATO in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon, um über die künftige Orientierung der Militärallianz zu entscheiden. Einer der Punkte wurde – unausweichlich – an erster Stelle diskutiert, und zwar der anhaltende Krieg in Afghanistan, in dem alle NATO-Mitgliedstaaten gegen die afghanischen Aufständischen stehen, i.e. die Taliban. Unheilvollerweise hat die NATO hier für eine Verlängerung ihrer Anwesenheit gestimmt, angeblich bis 2014. Außerdem tobte eine Kontroverse in Lissabon um Präsident Obamas Pläne für eine reduzierte Abhängigkeit vom nuklearer Abschreckung. Hier hatten zwei führende Mächte Europas, Frankreich und Deutschland, diametral entgegengesetzte Auffassungen. Frankreich, NATOs kürzlich integriertes Mitglied der NATO, bestand auf der Relevanz des traditionellen Konzepts nuklearer Abschreckung. Deutschland hingegen schloss sich der Idee der USA an, die nuklearen Spannungen mit Russland zu vermindern. Aber der Punkt, der entscheidend das Ergebnis des Lissaboner Gipfels formte, war der Ausbau eines Raketen-Verteidigungsschildes gegen nicht genannte Feinde. Dieser offiziell von NATOs Generalsekretär Rasmussen vorgeschlagene Plan wurde erstmals von den Mitgliedern der NATO gebilligt.

Gleichermaßen bedeutsam war Russlands Reaktion auf die neuen Pläne der NATO. Während Russland in der Vergangenheit eine heftige Opposition gegen den Raketen-Verteidigungsschild zeigte, wie er von dem US-Präsident George W. Bush propagiert wurde, hat Russlands Präsident Medvedev, der auf dem Gipfel anwesend war, ein zurückhaltendes Interesse an einer Kooperation für diesen NATO Plan ausgedrückt.


Soldaten von Şevket Yalaz, Türkei

Am Ende des Gipfels war NATOs Boss Rasmussen über das Ergebnis euphorisch und nannte es 'historisch'. Diese Charakterisierung ist gerechtfertigt, obwohl es scheint, dass der größte Teil der Weltpresse versäumte hervorzuheben, in welchem Sinne die Entscheidung der NATO beispiellos war und welche Auswirkungen sie auf den Rest der Welt hat. Hier muss an erster Stelle angemerkt werden, dass die US-Regierung von Präsident Obama mit Begeisterung den neuen NATO-Plan unterstützt. Rasmussen hatte eindeutig auf Geheiß von NATOs führendem Mitglied gehandelt.

Dabei hatte Obama erst vor einem Jahr in Erfüllung der Wahlversprechen die Pläne seines Vorgängers, einen Schutzschild für das US-Territorium vor herankommenden Raketen zu bauen, abgeschrieben. Stattdessen hatte er für eine bescheidenere Version gestimmt, die näher an der Art von Raketenschild lag, den die NATO bereits installiert hatte zum Schutz ihrer Truppen im Feld – dem System, das unter dem Namen Theatre Missile Defense (THAAD = Gefechtsfeld-Raketenabwehr) bekannt ist. Dieser Standpunkt von Obama ist jetzt auch vergessen. Die US- Förderung von NATOs Raketenschild stellt eine dramatische Kehrtwende in der Haltung des US-Präsidenten dar. Die Raketen, die Angaben zufolge die zentrale Rolle in den neuen Plänen spielen, sind die SM-3 Rakekten, die bereits auf US-Kriegsschiffen installiert sind und abgefeuert werden können. Sie sind Teil des US-Aegis-Waffensystems und werden von Raytheon hergestellt, einer der fünf gigantischen Waffenhersteller an der Spitze des US-Militärkomplexes. Damit gibt es einen prima facie Beweis dafür, dass die US Regierung, indem sie der NATO riet, die üblichen Pläne für Raketenabwehr anzunehmen, die Interessen ihrer eigenen Waffenindustrie förderte, die hofft, von künftigen Aufträgen der erweiterten NATO zu profitieren.

Doch eine Analyse, die sich darauf beschränkt, diesen Fakt festzuhalten, verfehlt den entscheidendsten Punkt. Denn die NATO-Lissaboner Entscheidung bringt die Hochzeit zweier Formen des Atlantizismus mit sich. Die Kooperation zwischen Industriemächten auf beiden Seiten des Atlantik nimmt von nun an die Gestalt einer militärischen und einer militär-industriellen Kooperation an. Um diesen Punkt besser zu beleuchten, ist es nötig, sich genauer die Evolution der US-Politik bezüglich ihres eigenen Militärsektors zu betrachten.


Knete von Şevket Yalaz

In den 1990-er Jahren, als die USA von Clinton geführt wurde – der zu derselben Demokratischen Partei gehörte wie der gegenwärtige Präsident – durchlief der US-Militärsektor mehrere Phasen der Umstrukturierung. Viele der damals bestehenden Waffenproduzenten verschmolzen mit ehemaligen Konkurrenten oder wurden von anderen Großunternehmen geschluckt. Das Endergebnis war, dass der Sektor 1998 nur noch von fünf Multis beherrscht wurde – Martin Lockheed, Boeing, Raytheon, General Dynamics und Northrop Grumman. Dann jedon ging die US-Regierung, die selbst diese interne Neustrukturierung befürwortet hatte, noch weiter. Sie startete nun eine andere Form der Kapitalkonzentration. Diesmal sollte die Konzentration Verschmelzungen und Joint Ventures über den Atlantik hinweg mit sich bringen zwischen den US- und den europäischen Waffenproduzenten.

Diese letztere Form des Atlantizismus ist in historischen Begriffen eine Neuheit, denn die USA haben in der Vergangenheit alles, was einer trans-atlantischen Allianz von Waffenproduzenten ähnelte weder erleichtert oder gewünscht. Es muss außerdem bemerkt werden, dass die strategische Orientierung, für die sich die US-Regierung Ende des vergangenen Jahrhunderts entschied, dramatisch eine Restrukturierung innerhalb Westeuropas beeinflusste. Während historisch gesehen jeder größere europäische Staat seinen Verteidigungssektor streng als seine eigene Domäne betrachtete, hat Clintons neue Form des Transatlantizismus die grenzüberschreitende Integration zwischen europäischen Waffen-Großunternehmen vorangetrieben oder begünstigt. Auch hier gab es im Endergebnis eine stark vermehrte Kapitalkonzentration und die Bildung einiger weniger Giganten. Abgesehen davon dass die meisten europäischen Waffenunternehmen, außer den englischen BAE-Systems, relativ kleiner als ihre US-Gegenstücke sind. Auf jeden Fall hat jedes US- und jedes europäische Waffenunternehmen seit Beginn dieses Jahrtausends eine oder mehrere Allianzen mit Militär-Produzenten auf der anderen Seite des Ozeans gebildet: Martin Lockheed hat sich mit BAE verbunden, die US-Boeing hat sich für Thales mit Sitz in Paris entschieden etc. Die Idee eines neuen Atlantizismus ist also kein toter Buchstabe geblieben, sondern hat tatsächlich das Ergebnis gezeitigt, das die USA gewollt haben: die Bildung einer globalen Verteidigungsindustrie, in der die US-Unternehmen insgesamt die hegemonistische Rolle spielen.

Zuletzt werden vielleicht skeptische Analytiker argumentieren, dass die erwähnten Neufestlegungen wenig mit der Diskussion über die Raketenverteidigung zu tun haben. Aber schließlich ist es genau auf dem Gebiet des Raketenbaus, wo die (meisten) führenden europäischen Unternehmen ihr eigenes europäisches Konsortium gebildet haben. Dies trifft zu für MBDA, ein Unternehmen, das vor sieben Jahren gebildet wurde und 2007 einen Rekordumsatz von 3 Milliarden Euro hatte. Bei ihrer Bildung besaßen BEA Systems 37.5%, EADS 37.5% und Finmeccanica 25%. Sicherlich wird MBDA in Brüssel in den Kulissen stehen, um ein ordentliches Stück des Kuchens der neuen Aufträge zu ergattern, die nach der NATO-Entscheidung in Lissabon eingehen werden.

Es wäre aber falsch anzunehmen, dass MBDAs Existenz vollständig fremd für den oben beschriebenen neuen Transatlantizismus wäre. Im Gegenteil: MBDA hat Berichten zufolge ein spezielles Sicherheitsabkommen mit dem Pentagon geschlossen und hat in der Vergangenheit mindestens zwei 'Kooperationsverträge' mit der US-Boeing abgeschlossen. Einer davon betraf … die globale Raketenverteidigung (2004!). Der Fall MBDA widerspricht also nicht meiner Interpretation der Bedeutung des Lissaboner Gipfels, sondern bestätigt sie eher.

Hier sind wir also Zeuge der Vollziehung einer Ehe zwischen zwei Arten von Atlantizismus, i.e. die traditionelle Form des Atlantizismus der NATO, bei der die Armeen der atlantischen Staaten ihre Kräfte vereinen – und der Atlantizismus, bei dem die Waffenproduzenten untereinander verknüpft sind. Und während die russischen Führer, die von der NATO umworben werden, vielleicht nicht so viel von dieser Hochzeit zu befürchten haben, haben Staaten wie China und Brasilien, die zum globalen Süden gehören, wenig Grund, sich in Sicherheit zu wiegen. Denn die NATO hat es sich jetzt zur Aufgabe gemacht, eine militärische Rolle weit über das historisch von ihr umrissene Territorium hinaus zu spielen. Siehe den Krieg in Afghanistan. Man fragt sich, welche offensive Bedeutung die Kombination dieser beiden Atlantizismen in der Zukunft haben wird.

Danke Tlaxcala
Quelle: http://www.countercurrents.org/custers251110.htm
Erscheinungsdatum des Originalartikels: 25/11/2010
Artikel in Tlaxcala veröffentlicht: http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=2726

Montag, 29. November 2010

Der Verwesungsgestank der amerikanischen Wirtschaft wird stärker


Paul Craig Roberts

Am Tag vor dem Erntedankfest berichteten die englischsprachigen Publikationen China Daily und People´s Daily Online, dass Russland und China vereinbart haben, in ihrem bilateralen Handel nicht länger den US-Dollar, sondern an dessen Stelle ihre eigenen Währungen zu verwenden. Die Russen und Chinesen sagten, dass sie diesen Schritt unternommen haben, um ihre Währungen vor den Risiken abzuschirmen, die ihr Vertrauen in den US-Dollar als weltweite Reservewährung untergraben haben.

Das ist eine bedeutende Neuigkeit, besonders für die Zeit um das Erntedankfest, in der es wenig Neuigkeiten gibt. Ich fand sie jedoch weder bei Blomberg, CNN, New York Times oder sonst irgendwo in den Zeitungen oder TV-Medien in den Vereinigten Staaten von Amerika. Der Kopf des Straußen bleibt im Sand.


Davor hat China die selbe Vereinbarung mit Brasilien abgeschlossen.

China, das einen großen und wachsenden Zuwachs von Dollars aus Handelsüberschüssen hat, mit denen es Handel betreiben kann, China signalisiert, dass es russischen Rubeln und brasilianischen Reals den Vorzug vor mehr US-Dollars gibt.

Die amerikanische Finanzpresse findet Trost in den Geschichten, in denen Schuldenängste in der EU den Dollar gegenüber Euro und UK-Pfund steigen lassen. Diese Währungsbewegungen sind allerdings nur Maßnahmen von Finanzleuten, die ihre problematischen Euro-Schulden reduzieren wollen. Sie sind kein Maßstab für die Stärke des Dollars.

Die Rolle des Dollars als Weltreservewährung ist eines der wichtigsten Instrumente der amerikanischen finanziellen Hegemonie. Es wurde uns nicht gesagt, einen wie großen Schaden die Betrügereien von Wall Street den Finanzinstitutionen der EU zugefügt haben, aber die Länder der Europäischen Union brauchen nicht länger den US-Dollar für ihren Handel untereinander, da sie über eine gemeinsame Währung verfügen. Wenn einmal die OPEC-Länder die Dollars nicht mehr haben wollen, mit denen ihr Öl bezahlt wird, wird es mit der Hegemonie des Dollars vorbei sein.

Ein weiteres Instrument der amerikanischen finanziellen Weltherrschaft ist der IMF (International Monetary Funds – Internationaler Währungsfonds). Wenn ein Land mit seinen Schulden nicht zurechtkommt und diese nicht mehr an die amerikanischen Banken zurückzahlen kann, springt der IMF mit einem Sparprogramm ein, der die Bevölkerung mit höheren Steuern und Einsparungen bei Bildung, Gesundheit und einkommensfördernden Maßnahmen auspresst, bis die Banker ihr Geld zurückbekommen.

Das passiert zur Zeit in Irland und kann leicht auf Portugal, Spanien und vielleicht sogar Frankreich übergreifen. Nach der von Amerika verursachten Finanzkrise ist die Rolle des IMF als Werkzeug des Imperialismus der Vereinigten Staaten von Amerika immer weniger tragbar. Der Knackpunkt könnte kommen, wenn Regierungen nicht mehr länger den Ausverkauf ihrer Völker zum Wohle der amerikanischen Banken betreiben können.

Es gibt noch andere Hinweise, dass einige Länder den verantwortungslosen Machtgebrauch Amerikas satt haben. Die zivilen Regierungen der Türkei standen lange unter der Kontrolle des von Amerika beeinflussten türkischen Militärs. Jedenfalls ging die zivile Regierung gegen zwei der höchsten Generäle und einen Admiral wegen des Verdachts vor, sie planten einen Staatsstreich. Die zivile Regierung stellte sich auch auf die Füße, als der Ministerpräsident am Erntedanktag sagte, dass die Türkei bereit ist, auf einen Überfall Israels gegen den Libanon zu reagieren. Hier spielt sich ein amerikanischer NATO-Alliierter frei von der amerikanischen Oberhoheit, die durch das türkische Militär ausgeübt wird. Wer weiß, Deutschland könnte der nächste sein.

Inzwischen bleiben die Schafe in Amerika zufrieden oder blind gegenüber ihrer Rolle als Schafe, die geschlachtet werden sollen, um die Reichen zu nähren. Die Obama-Administration hat eine Defizit-Kommission eingerichtet, deren Mitglieder Finanzierungsmöglichkeiten erarbeiten sollen für die Billionen Dollars schweren Kriege, die den Militär/Sicherheitskomplex reich machen und die Billionen Dollars teuren Rettungsaktionen des Finanzsystems, indem sie die die jährliche Angleichung der Lebenshaltungskosten im Bereich der Sozialhilfe reduzieren, das Pensionsalter auf 69 erhöhen, die Möglichkeit der Abschreibung von Hypothekarzinsen streichen, die Steuerabzugsfähigkeit von firmenseitig gewährten Krankenversicherungen streichen und eine Mehrwertsteuer des Bundes von 6,5 % einführen, während die Höchststeuersätze für die Reichen herabgesetzt werden.

Sogar die niedrigen Zinssätze der Notenbank zielen darauf ab, den Banksters zu helfen.

Die niedrigen Zinssätze entziehen Pensionisten und denjenigen, die von ihren Ersparnissen leben, das Einkommen aus den Zinsen. Die niedrigen Zinssätze haben auch den Zufluss von Mitteln für Unternehmenspensionen eingeschränkt. Um die Lücke zu füllen, geben Firmen Unternehmensanleihen in der Höhe von Milliarden Dollars heraus, um ihre Pensionen zu finanzieren. Die Schulden der Unternehmen wachsen, aber nicht die Produktionsanlagen und Werkzeuge, mit denen sich Einkommen erwirtschaften ließe, um die Schulden zu bedienen. In dem Ausmaß, in dem sich die Wirtschaftslage verschlechtert, wird die Abdeckung der zusätzlichen Schulden ein Problem werden.

Zusätzlich kommen die alten Menschen in Amerika drauf, dass weniger und weniger Ärzte sie als Patienten haben wollen, da eine Herabsetzung der bereits niedrigen Medicare-Sätze für Ärzte um 23% droht.

Die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika hat nur mehr Geld für Angriffskriege, polizeistaatliche Übergriffe und Rettungsaktionen für reiche Banksters. Der amerikanische Bürger ist zu einem reinen Untertanen geworden, der für die herrschenden Oligarchien zu bluten hat.

Die polizeistaatliche Haltung der TSA (Transport-Sicherheits-Agentur) gegenüber den Flugpassagieren ist ein klarer Hinweis, dass die Amerikaner nicht länger Bürger mit Rechten, sondern Untertanen ohne Rechte sind.

Vielleicht wird der Tag kommen, an dem die unterdrückten Amerikaner auf die Straße gehen werden wie die Franzosen, die Griechen, die Iren und die Briten.

erschienen am 28. November 2010 auf VDARE.COM > Artikel

Quelle: www.antikrieg.com

Sonntag, 28. November 2010

EhNaMag gibt sich empört

Als wenn es eine Sensation wäre. Gegen seine bisherigen Gepflogenheiten, hat hier ein EhNaMag heute in seiner Onlineausgabe einen Artikel mit dem Titel überschriftet: "Kampf gegen Araberhass Holocaust-Überlebender wirft Israel Rassismus vor", in dem die Geschichte vom 89-jährigen Eli Zvieli erzählt wird, der sich erdreistete an drei nichtjüdische, israelische Studenten, mit arabischen Hintergrund, Zimmer zu vermieten. Das brachte Eli Zvieli im Strolchen- und Massakerstaat Israel eine Menge Ärger mit Nachbarn, Rabbi und anderen gehirngewaschenen - und waschenden jüdischen Israelis ein. Hätte sich das EhNaMag, mal im Netz umgesehen, wäre ihm das Apartheid-Regime schon längst aufgefallen. Stattdessen richtet es eine Plattform für Schmierenschreiber-Gnom Henryk M. Broder ein, auf der er, gegen entsprechendes Honorar, seine Fäkalien über alle entleert, die, wie Eli Zvieli auch, jüdische Holocaust-Überlebende oder deren Nachfahren sind, aber mit der rassistischen Kriegspolitik Israels nicht einverstanden sind. Solche Mitbürger verunglimpft "Die Achse-des-Guten-Gnoms-Broder" in schöner Regelmäßigkeit als " selbsthassende Juden". Eine Sprachregelung, die im großisraelischen Propagandaministerium erfunden wurde.

Cartoon: Carlos Latuff

Nun ist davon auszugehen, dass ein EhNaMag, wie alle anderen Einheitsjournaillen auch, weiß, welche Verbrechen gegen die Menschlichkeit sich der Strolchenstaat hat zuschulden kommen lassen. Wobei die Schwierigkeiten, die Eli Zvieli widerfahren sind, noch zu den geringfügigsten zählen. Die Saat des Rassismus ist in den Mehrheitsköpfen der Israelis aufgegangen. Erstaunen sollte es nicht. Überlegene Mainstream-Propagandamaschinen sind täglich im Einsatz um kollektive Gehirnwindungen ganzer Völker zu vergewaltigen.

Dies ist allerdings nicht nur eine spezifisch israelische Vorgehensweise. In Deutschland, sowie im übrigen Europa, werden im Augenblick, mit Hilfe der Mainstream, die islamfeindlichen Messer gewetzt und tut hin und wieder so, als sei man erstaunt wenn Rassismus sich verselbstständigt.

Der Springer-Vorstandsvorsitzende Döpfner ruft zur Wahrung der Besitzstände seiner Klasse, die er mit "unseren" fälschlicherweise in einen Topf wirft, zum Krieg gegen "das höhnische Lachen der Islamisten" auf. Verquickungen von persönlichen Interessen und Außerachtlassung journalistischer Sorgfaltspflicht zur Wahrheitsfindung, sind nicht unüblich, in diesem "unseren" Land. Wird ja seit langem auch dem ehemaligen Chefredakteur des EhNaMag, Stefan Aust, vorgeworfen.

Redeverbote in Deutschland haben eine lange Tradition und Norman Finkelstein durfte sie Anfang des Jahres praktisch am eigenen Leib erfahren:
"Rolf Verleger brachte es wie folgt auf den Punkt: Vor der Wahrheit, die Norman Finkelstein darzulegen und zu erörtern gedachte, habe die deutsche »Lobbygruppe des israelischen Schlag-zu-Nationalismus« große Angst. »Also wurde eine Kampagne geführt. Der auf seine elterlich-jüdische Tradition stolze Finkelstein wurde als ›Antisemit‹ und ›Geschichtsrevisionist‹ diffamiert, mithin in die Naziecke gestellt. Die Jüdische Gemeinde Berlin, jüdelnde Gruppen in Der Linken (Arbeitskreise namens ›Shalom‹) und ein jüdischer Arbeitskreis in der SPD riefen zur Demonstration gegen Finkelstein auf. Mit diesen Gruppen wollte es sich die Evangelische Kirche ohne Not nicht verderben, ebenso die Parteistiftung der Grünen, und ebenso die Parteistiftung der Linken: Sie alle zogen ihre Zusagen zur Organisation der Veranstaltung zurück. Da nutzte es nicht genug, daß Finkelstein selbst Jude ist und daß wir, die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost, Mitveranstalter waren."
Gestern hatte Norman Finkelstein nun endlich die Möglichkeit, auf Einladung der palästinensischen Ärzte- und Apothekervereinigung Deutschland, seinen Vortrag im Berliner Maritim Hotel zu halten. Die Anwesenden dankten ihm für seinen Vortrag, "Israel und Palästina: Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft" mit viel Beifall. Seinem Auftritt war wieder einmal eine antisemitische Hetzkampagne des prozionistischen BAK Shalom und anderer Antidemokraten vorangegangen. Deren Ziel ist es, die Wahrheit über den Strolchenstaat in Deutschland zu verhindern. Zum Glück verlief sich gestern die groß angekündigte Demo der Massaker-Leugner völlig im Dunkeln. Es fällt auf, dass in letzter Zeit die Erfolge der zionistischen Wahrheitsunterdrücker abnehmen. Sei es der Versuch Prof. Alfred Grosser als Redner der Gedenkveranstaltung an die "Reichspogromnacht" in der Frankfurter Paulskirche zu verhindern, oder der Versuch, die Nakba-Ausstellung in Freiburg im Breisgau zu verbieten.

Es spricht sich langsam herum. Die unzensierte Information, die im Internet für jedermann zugänglich ist, der sich für sie interessiert, wird langsam aber sicher zu einem Problem für Konzernmedien. Das Problem liegt in stetig sinkenden Auflagen. Leser sind auf Dauer klüger als Zeitungsverleger und Chefredakteure annehmen. Sie lassen sich halt nicht in alle Ewigkeit verscheißern. Das Geld kann man sich sparen. Es ist besser mit einer Spende für "Ship to Gaza" angelegt.

FH

Freitag, 26. November 2010

Erklärung des afghanischen Widerstandes: Die USA können ihre Niederlage nicht länger verbergen

Das Islamische Emirat Afghanistan
INFORMATION CLEARING HOUSE, 20.11.10

Das Weiße Haus hat den Juli 2011 als Termin für den Beginn des Rückzugs seiner geschlagenen Invasionstruppen aus Afghanistan festgelegt. Um diesen Abzug vor den US-Bürgern und der ganzen Welt zu rechtfertigen, wäre es notwendig gewesen, in Afghanistan möglichst einen bedeutsamen oder wenigstens einen greifbaren Erfolg zu erzielen.

Zu diesem Zweck haben die USA mehr als 150.000 ausländische Soldaten nach Afghanistan entsandt, zusammen mit der gesamten Militärtechnologie, über die sie verfügen. Wegen seiner emotionalen und strategischen Bedeutung haben sich die US-Amerikaner Kandahar als ihr (letztes) Schlachtfeld ausgesucht.

In den letzten neun Monaten haben die US-Amerikaner mit aller Macht versucht, irgendwelche militärischen oder politischen Erfolge in Afghanistan zu erzielen. Sie haben alle verfügbaren Propaganda-Werkzeuge eingesetzt, um einen Keil zwischen die Menschen und die Mudschaheddin zu treiben. Weil es ihnen trotzdem nicht gelungen ist, die Unterstützung der Afghanen zu gewinnen, verwüsten die Eindringlinge jetzt die Felder der Bauern mit willkürlichen Flächenbombardements und begehen Massenmorde an unschuldigen Zivilisten. Damit haben sie Tausende von Familien von ihrem Land und aus ihren Dörfern vertrieben. Aber trotz ihrer Tricksereien und trotz aller Gewalt hat sich die Schlacht um Kandahar mehr und mehr zu Gunsten der Mudschaheddin entwickelt.

Distrikte der Provinz Kandahar (entnommen aus Wikipedia)

Seit Beginn dieser Operationen ist es den Mudschaheddin mit präzisen Kommandounternehmen gelungen, die Nervenzentren der ausländischen Streitkräfte und ihrer afghanischen Marionetten zu treffen und so den ausländischen Invasoren die Initiative zu entreißen. Die Mudschaheddin haben solche Operationen nicht nur in der Stadt Kandahar durchgeführt, sondern auch auf dem in deren Nähe gelegen Flugplatz und in den Distrikten Dand, Arghandab, Zhiri, Panjwaee und Maiwand. (Der britische Generalmajor) Nick Carter, der Chef der barbarischen ausländischen Streitkräfte, konnte den Medien im letzten Monat keine Information über die Operationen der Mudschaheddin geben, weil der Feind weder die militärische Stärke der Mudschaheddin noch deren Hauptbasen kennt. Aus den Erfahrungen bei (den NATO-Operationen) Dagger und Marjah lernend, entwickelten die Mudschaheddin, ganz neue Taktiken, mit deren Hilfe es gelang, die Invasions-Streitkräfte völlig zu demoralisieren. Diese neuen Taktiken sind auch der Hauptgrund dafür, dass die Mudschaheddin die Anzahl ihrer Operationen trotz des einbrechenden Winters nicht verringert haben. Mit diesen neuen Taktiken konnte der militärische Druck auf die ausländischen Eindringlinge in Afghanistan und der von ihren Heimatländern ausgehende Druck bedeutend verstärkt werden.

Der Misserfolg bei der Operation Kandahar war auch der Hauptgrund für die Niederlage der Demokraten Obamas bei den Zwischenwahlen. Wegen dieses Misserfolgs in Kandahar ist auch die Zustimmungsrate für Obama in den USA auf 46 Prozent gesunken, und der Mythos von der militärischen Überlegenheit der USA ist weltweit in Frage gestellt. Auf dem NATO-Gipfel, der ab Freitag in Portugal stattfindet, wird man sich auch darüber unterhalten, wie die wachsenden Verluste der NATO-Streitkräfte eingedämmt werden können.

Obwohl der elfte Monat in Afghanistan schon sehr kalt ist und natürlich alle militärischen Unternehmungen behindert, waren die Mudschaheddin so erfolgreich, dass die Eindringlinge bis Mitte November in Afghanistan nach eigener Zählung schon mindestens 23 Soldaten verloren haben – wobei sie in der Regel 90 Prozent ihrer tatsächlichen Verluste verheimlichen. Zusammenfassend ist festzustellen: Nach neun Jahren Besatzung wird es immer klarer, dass auch diese Invasoren dazu verdammt sind, das gleiche Schicksal wie ihre Vorgänger zu erleiden. Ihre Truppenverstärkungen, ihre neuen Strategien, ihre neuen Generäle, ihre neuen Verhandlungen und ihre verstärkte Propaganda haben ihnen keinen Nutzen gebracht.

Das Islamische Emirat Afghanistan ist der Meinung, dass sich die US-Amerikaner im Lauf der letzten neun Jahre in Afghanistan erschöpft haben und jetzt nicht mehr lange in unserem geliebten Land bleiben werden. Was sie in den letzten Monaten mit ihren damals frischen Truppen nicht geschafft haben, werden sie mit ihren mittlerweile demoralisierten und eingeschüchterten Truppen auch in Kandahar nicht erreichen. Es wird deutlich, dass die US-Amerikaner ihren Misserfolg in Afghanistan nicht mehr allzu lange verbergen können. Deshalb wäre das Weiße Haus gut beraten, nicht länger seine steigenden Verluste zu zählen, sondern einen Rückzugsplan zu entwerfen, um wenigstens die Soldaten zu retten, die noch am Leben sind.


Unser Kommentar

Dass Erklärungen der Führung des afghanischen Widerstandes, den die USA und die NATO immer mit der Taliban-Führung gleichsetzen, ernst zu nehmen sind, hat sich gerade in einer anderen Angelegenheit erwiesen. Immer wieder wurde von US- und NATO-Militärs behauptet, die Taliban stünden so unter Druck, dass sie mit der Karzai-Regierung wegen eines Waffenstillstandes geheime Verhandlungen führten.

Der afghanische Widerstand hat diese Unterstellung wiederholt entschieden zurückgewiesen. Nun hat die NEW YORK TIMES am 23.11.10 einen längeren Artikel veröffentlicht, in dem zugegeben wird, das der "höhere Taliban-Führer", den die NATO selbst aus Pakistan nach Kabul eingeflogen und für seine "Verhandlungsbereitschaft" fürstlich entlohnt hatte, ein simpler Betrüger war.

Deshalb sind alle "Erfolgsmeldungen" der USA und der NATO über angebliche Fortschritte im Kampf gegen die afghanischen Widerstandskämpfer und alle Ankündigungen über einen bald beginnenden Abzug der "siegreichen" ausländischen Truppen aus Afghanistan mit großer Skepsis zu betrachten. Die US- und NATO-Truppen werden nicht als Sieger aus diesem Krieg hervorgehen, sondern sich wie alle Invasoren vor ihnen nach einer vernichtenden Niederlage aus dem Land am Hindukusch zurückziehen müssen.


Übersetzung, Kommentar: Wolfgang Jung, luftpost-kl.de

Springer-Vorstandsvorsitzender erklärt uns sein verschisstoides Weltbild

Mathias Döpfner hat auf ein Wort gebeten. Nicht irgendein Wort, sondern bei Leuten seines Kalibers geht es nie unter "dem ewigen Wort". Es blieb nicht bei einem Wort, es wurde ein wahrer Wortschwall, sehr langatmig, bis er am Ende auf den Punkt seines Anliegens kam:
"Der 11. September war das Menetekel eines Heiligen Kriegs gegen unsere westlich-freiheitliche Lebensform. Entweder wir haben die Symbolik des gefallenen World Trade Centers verstanden und nehmen den Kampf an. Oder wir sind verloren".
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Döpfner, und Döpfner war das Wort. Am Anfang schuf Döpfner Welt und Bild. Bild war von Anfang da, das wir gehört haben, das wir gesehen haben mit unsern Augen, das wir beschaut haben und unsre Hände betastet haben, vom Wort der Erkenntnis. Und nun erklärst Du uns, Döpfner, die Welt, mit einer Klarheit, die ich so von Dir nicht erwartet hatte, ehe die Welt war und du sie wieder in die Gewinnzone brachtest.

Und die Weltbesitzer waren angetan mit einem Kleide, das mit Blut besprengt war; und ihre Namen heißen "WIR DA OBEN". Alle Dinge sind durch sie gemacht, und ohne sie würde nichts gemacht, was gemacht ist. So haben wir doch nur eine BILD und eine DIE WELT, von welchen alle Dinge sind.

Denn durch sie wird alles geschaffen, was in den Köpfen ihrer Leser Einzug hält, das Sichtbare und das Unsichtbare. Ihr Wort gilt dem Wohl der Banken und Konzerne, dem Kapital und den Obrigkeiten; für die Du meinst wir sollten unsere Haut zu Markte tragen. Ein Glücksfall bist Du, oh Döpfner, der Du als Licht in die Welt gekommen bist. Nun endlich sind wir alle WIR und freuen uns schon diebisch auf den Besuch in Deiner Hütte.

Erzähl uns dann wie schnell Du enger Vertrauter der Großaktionärin des Springer-Konzerns, Friede Springer wurdest, die Patin Deines zweiten Sohnes ist. Im Juli 2006 durftest Du ihr für 52.360.000 Euro einen 2 Prozent-Anteil an der Springer AG abkaufen. Dabei erhieltest Du, Döpfner, die 680.000 Aktien zum Vorzugspreis von 77 Euro das Stück, knapp 27 Prozent günstiger als der damalige Aktienwert an der Börse (104,50 Euro) war. Ein günst'ger Kauf, so etwas bleibt mir verwehrt, drum gilt für Dich und nicht für mich, das Wort von Kurt Tucholsky:
Kriege werden viel mehr gemacht, als sie entstehen - wer da mit magischen Geschichten kommt, hat viel zu gewinnen im Kriege - und wenig zu verlieren.
Erzähl mir bitte keine magischen Geschichten. Mich überzeugst Du nicht, ich habe wenig zu verlieren oder zu gewinnen, in Deinem Krieg, während Du viel zu gewinnen hast. Spar Dir also Deine Geschichten für den IGH auf.

Dein Menetekel wurde inszeniert, Döpfner, was glaubst Du wohl von wem? "Was ich da sah und hörte, hat mich fast umgehauen," erklärte Gourley, "und seitdem beschäftige ich mich mit dem 11.9.2001."

FH

cc Gegenmeinung

Donnerstag, 25. November 2010

Russland einkreisen, China ins Visier nehmen


Die wahre Rolle der NATO in der Gesamtstrategie der Vereinigten Staaten von Amerika

Diana Johnstone

Am 19. und 20. November trafen sich die NATO-Führer in Lissabon zu einem so genannten Gipfel zum Thema „Das strategische Konzept der NATO“. Unter den diskutierten Themen werden eine Reihe von beängstigenden „Bedrohungen“ sein, von Krieg im Cyberspace bis zum Klimawechsel, aber auch so nette Schutzvorkehrungen wie Atomwaffen und das Geschwätz von einer HighTech Maginot-Linie, die angeblich feindliche Raketen mitten in der Luft abfangen kann. Die NATO-Führer werden nicht umhin können, über den Krieg gegen Afghanistan zu reden, diesen endlosen Kreuzzug, der die zivilisierte Welt gegen den schwer fassbaren Alten Mann vom Berge, Hassan i Sabah, vereinigt, den Anführer der Assassinen im elften Jahrhundert, in seiner neuesten Inkarnation als Osama bin Laden. Ganz sicher wird viel über „unsere gemeinsamen Werte“ geredet werden.

Das meiste von dem, was sie besprechen werden, ist Fiktion mit einem Preisschild.

Das, was wirklich auf der Tagesordnung des Gipfeltreffens über das strategische Konzept fehlt, ist eine ernsthafte Diskussion über die Strategie.

Das liegt teilweise daran, dass die NATO selbst über keine Strategie verfügt und auch keine eigene Strategie haben kann. Die NATO ist in Wirklichkeit ein Instrument der Strategie der Vereinigten Staaten von Amerika. Ihr einziges strategisches Konzept ist das von den Vereinigten Staaten von Amerika vorgegebene. Aber sogar das ist ein kaum fassbares Phantom. Amerikanische Führer scheinen eindrucksvollen Posen - „Entschlossenheit zeigen“ - der Definition von Strategien gegenüber den Vorrang zu geben.

Einer, der sich dazu verstieg, Strategie zu definieren, ist Zbigniew Brzezinski, der Pate der afghanischen Mujahidin noch in der Zeit, in der sie benutzt werden konnten, um die Sowjetunion zu vernichten. Brzezinski nahm sich kein Blatt vor den Mund, als er in seinem 1993 erschienenen Buch The Grand Chessboard (Das Große Schachbrett) unverblümt das strategische Ziel der Politik der Vereinigten Staaten von Amerika beschrieb: „Amerikanische Vormachtstellung“. Was die NATO betraf, so beschrieb er diese als eine der Einrichtungen, die dazu diente, die amerikanische Vorherrschaft zu perpetuieren, „indem sie die Vereinigten Staaten von Amerika zu einem entscheidenden Mitspieler sogar bei innereuropäischen Angelegenheiten machte.“ In ihrem „globalen Netzwerk spezialisierter Institutionen“, das natürlich die NATO mit einschließt, üben die Vereinigten Staaten von Amerika die Macht aus durch „anhaltendes Verhandeln, Dialog, Diffusion und das Streben nach formalem Konsens, obwohl diese Macht letztlich von einer einzigen Stelle ausgeht, nämlich Washington, D.C.“

Diese Beschreibung trifft perfekt auf die Lissaboner Konferenz über das „strategische Konzept“ zu. Vorige Woche kündigte der dänische NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen an, dass „wir ziemlich nahe an einem Konsens sind“. Und dieser Konsens wird laut New York Times „wahrscheinlich Präsident Barack Obamas eigener Formulierung entsprechen: in Richtung atomfreie Welt arbeiten, während eine nukleare Abschreckung aufrecht erhalten wird.“

Halt, macht das überhaupt Sinn? Nein, aber das ist es, was den NATO-Konsens ausmacht. Frieden durch Krieg, nukleare Abrüstung durch nukleare Aufrüstung, und über allem die Verteidigung der Mitgliedsstaaten durch die Entsendung von Expeditionstruppen, um die Bewohner weit entfernter Länder wütend zu machen.

Eine Strategie ist nicht ein Konsens, der von Komitees schriftlich formuliert wird.

Die amerikanische Methode des „anhaltenden Verhandelns, Dialogs, Diffusion und Streben nach formalem Konsens“ zermürbt jeden Widerstand, der gelegentlich aufkommen könnte. So waren etwa Deutschland und Frankreich anfänglich gegen die Mitgliedschaft Georgiens in der NATO und gegen den berüchtigten „Raketenabwehrschirm“, die beide als unverblümte Provokationen betrachtet werden, die geeignet sind, einen neuen Rüstungswettlauf mit Russland vom Zaun zu brechen und die erfolgreichen deutschen und französischen Beziehungen zu Moskau ohne nützlichen Grund zu schädigen. Die Vereinigten Staaten von Amerika akzeptieren allerdings kein Nein als Antwort und wiederholen ihre Imperative immer wieder, bis der Widerstand dahinschmilzt. Die eine Ausnahme in letzter Zeit war die Weigerung Frankreichs, bei der Invasion des Irak mitzumachen, worauf die verärgerte Reaktion der Vereinigten Staaten von Amerika die konservative französische herrschende Klasse so einschüchterte, dass sie den pro-amerikanischen Nicolas Sarkozy unterstützte.

Auf der Suche nach „Bedrohungen“ und „Herausforderungen“

Der wahre Kern dessen, was als „strategisches Konzept“ gehandelt wird, wurde zum ersten Mal im Frühjahr 1999 zum Ausdruck gebracht und in die Tat umgesetzt, als die NATO sich über das Internationale Recht, die UNO und ihr eigenes Statut hinwegsetzte und einen aggressiven Krieg außerhalb ihres Verteidigungsbereichs gegen Jugoslawien führte. Dadurch wurde die NATO von einer defensiven zu einer offensiven Allianz. Zehn Jahre später wurde die Patin dieses Krieges Madeleine Albright zur Vorsitzenden der „Expertengruppe“ auserkoren, die einige Monate damit verbrachte, Seminare, Beratungen und Treffen zur Vorbereitung der Lissaboner Tagesordnung zu veranstalten. Herausragende Teilnehmer dieser Treffen waren Lord Peter Levene, Vorsitzender von Lloyd´s of London, dem Versicherungsgiganten, und der ehemalige Vorstand von Royal Dutch Shell, Jeroen van der Veer. Diese Herren aus der herrschenden Klasse sind nun keine wirklichen militärischen Strategen, aber ihre Teilnahme sollte der internationalen Geschäftswelt die Gewissheit vermitteln, dass ihre weltweiten Interessen nicht zu kurz kommen.

Tatsächlich schien ein Bedrohungskatalog, den Rasmussen in einer Rede im letzten Jahr aufzählte, die Vermutung zu bestärken, dass die NATO für die Versicherungswirtschaft arbeitet. Die NATO, so sagte er, sei erforderlich, um mit Piraterie, Cyber-Sicherheit, Klimawechsel, extremen Wetterereignissen wie katastrophalen Stürmen und Überschwemmungen, steigenden Meerespegeln, großen Bevölkerungsbewegungen in bewohnte Gebiete, manchmal über Grenzen hinweg, Wasserknappheit, Trockenheit, sinkender Produktion von Nahrungsmitteln, Erderwärmung, CO2-Emissionen, dem Zurückgehen des arktischen Eises und dem dadurch bedingten Zugang zu bisher unerreichbaren Ressourcen, Treibstoffversorgung und Abhängigkeit von fremden Quellen, etc. umzugehen.

Von den meisten dieser aufgezählten Bedrohungen kann nicht einmal entfernt konstruiert werden, dass sie militärische Lösungen erfordern. Mit Sicherheit sind weder „Schurkenstaaten“ noch „Vorposten der Tyrannei“ noch „internationale Terroristen“ verantwortlich für den Klimawechsel, dennoch präsentiert Rasmussen sie als Herausforderungen für die NATO.

Andererseits können einige Resultate dieser Szenarios, wie etwa Bevölkerungsbewegungen infolge von steigendem Meerespegel oder von Trockenheit in der Tat als Verursacher von Krisen gesehen werden. Der beunruhigende Aspekt dieser Aufzählung liegt genau darin, dass alle derartigen Probleme eifrig von der NATO aufgegriffen werden, da sie angeblich militärische Lösungen erfordern.

Die größte Bedrohung für die NATO ist ihre eigene Überflüssigkeit. Und die Suche nach einem „strategischen Konzept“ ist die Suche nach Vorwänden, um sie am Leben zu erhalten.

Die NATO bedroht die Welt

Während sie selbst nach Bedrohungen sucht, bildet die NATO selbst eine wachsende Bedrohung für die Welt. Die grundlegende Bedrohung ist ihr Beitrag zur Stärkung der von den Vereinigten Staaten von Amerika angeführten Tendenz, Diplomatie und Verhandlungen zugunsten militärischer Gewalt aufzugeben. Das ist klar zu erkennen durch Rasmussens Einbeziehung von Wetterphänomenen in seine Liste der Bedrohungen für die NATO, obwohl diese eigentlich Gegenstand der internationalen Diplomatie und von Verhandlungen sein sollten. Die Gefahr steigt, dass die westliche Diplomatie abstirbt. Die Vereinigten Staaten von Amerika haben die Latte gelegt: wir sind die Guten, wir haben die Macht, der Rest der Welt muss gehorchen – sonst ... Diplomatie wird verachtet als Schwäche. Das Außenministerium hat schon lange aufgehört, ein Kernbereich der Außenpolitik der Vereinigten Staaten von Amerika zu sein. Mit seinem riesigen Netzwerk von Militärbasen auf der ganzen Welt, mit Militärattacheés in den Botschaften und zahlreichen Missionen in Klientenstaaten ist das Pentagon unvergleichlich mächtiger und einflussreicher in der Welt als das Außenministerium. Die letzten Außenminister haben weit entfernt davon, nach diplomatischen Alternativen zum Krieg zu suchen, eine führende Rolle gespielt bei der Befürwortung von Krieg an Stelle von Diplomatie, sei es Madeleine Albright auf dem Balkan oder Colin Powell, der mit falschen Teströhren im UN-Sicherheitsrat herumfuchtelte. Die Politik wird definiert vom Nationalen Sicherheitsberater, diversen privat finanzierten Denkfabriken und vom Pentagon, mit Einflüssen aus einem Kongress, der selbst zusammengesetzt ist aus Politikern, die darauf aus sind, Militäraufträge für ihre Wahlsprengel zu ergattern.

Die NATO zieht Washingtons europäische Alliierte den selben Weg hinunter. Gerade wie das Pentagon das Außenministerium ersetzt hat, wird die NATO selbst von den Vereinigten Staaten von Amerika benutzt als möglicher Ersatz für die UNO. Der „Kosovokrieg“ 1999 war ein erster größerer Schritt in diese Richtung. Nachdem Frankreich unter Sarkozy dem NATO-Kommando wieder beigetreten ist, lässt es den traditionell ausgebildeten französischen Außendienst den Bach hinunter gehen und spart bei der zivilen Repräsentanz rund um die Erde. Der Außendienst der Europäischen Union, der jetzt von Lady Ashton geschaffen wird, wird von sich aus über keine politische Linie und keine Autorität verfügen.

Die Trägheit der Bürokratie

Hinter ihren Appellen an „gemeinsame Werte“ wird die NATO in erster Linie von der Trägheit der Bürokratie bewegt. Die Allianz selbst ist eine Ausstülpung des militärisch-industriellen Komplexes der Vereinigten Staaten von Amerika. Sechzig Jahre lang waren militärische Beschaffungen und Verträge mit dem Pentagon eine wichtige Quelle für industrielle Forschung, Profite, Arbeitsplätze, Karrieren im Kongress, sogar für die Finanzierung von Universitäten. Das Wechselspiel dieser unterschiedlichen Interessen führt zur Festlegung einer vorbehaltlosen Strategie der Vereinigten Staaten von Amerika für die Eroberung der Welt.
Ein sich immer weiter ausdehnendes globales Netzwerk von zwischen 800 und 1.000 militärischen Stützpunkten auf fremdem Boden.

Bilaterale Militärabkommen mit Klientenstaaten, welche Ausbildung anbieten, während sie diese verpflichtet, in den Vereinigten Staaten von Amerika hergestellte Waffen zu kaufen und ihre bewaffneten Kräfte neu auszurichten, weg von der nationalen Verteidigung hin zu innerer Sicherheit (das heißt Unterdrückung) und zu möglicher Einbeziehung in die von den Vereinigten Staaten von Amerika geführten Aggressionskriege.

Einsatz dieser engen Beziehungen mit den lokalen Streitkräften zur Beeinflussung der heimischen Politik in schwächeren Staaten.

Ständige militärische Übungen mit Klientenstaaten, die dem Pentagon perfekte Kenntnisse über das militärische Potential dieser Klientenstaaten vermitteln, integrieren diese in die Militärmaschinerie der Vereinigten Staaten von Amerika und halten eine „bereit für den Krieg“-Mentalität aufrecht.

Aufstellung ihres Netzwerks von Stützpunkten, „Alliierten“ und Militärübungen in einer Weise, die bedeutendere Länder, die als potentielle Rivalen betrachtet werden, einkreisen, isolieren, einschüchtern und letztendlich provozieren, besonders Russland und China.
Die vorbehaltlose Strategie der Vereinigten Staaten von Amerika, wie sie aus ihren Aktionen erkennbar ist, ist eine schrittweise militärische Eroberung, um die Weltherrschaft zu sichern. Ein wesentliches Merkmal dieses Welteroberungsprojekts besteht darin, dass es, obwohl tagtäglich extrem aktiv, von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung der Eroberernation so gut wie ignoriert wird, genauso auch von seinen nächststehenden beherrschten Alliierten, das sind die NATO-Staaten. Die endlose Propaganda über „terroristische Bedrohungen“ (die Flöhe auf dem Elefanten) und andere Ablenkungen halten die meisten Amerikaner völlig im Unklaren darüber, was läuft, was umso leichter geht, da Amerikaner fast einmalig ignorant in Sachen Rest der Welt und daher völlig uninteressiert sind. Die Vereinigten Staaten von Amerika könnten ein Land von der Landkarte bombardieren, ehe mehr als ein kleiner Teil der Amerikaner weiß, wo dieses zu finden ist.

Das oberste Ziel der Strategen der Vereinigten Staaten von Amerika, deren Karrieren sich zwischen Denkfabriken, Vorständen, Beratungsfirmen und der Regierung abspielen, liegt viel mehr darin, diesen Riesenmechanismus zu rechtfertigen, als ihn zu steuern. Seit dem Zusammenbruch der „sowjetischen Bedrohung“ haben sich die Politikmacher mit unsichtbaren oder potentiellen Bedrohungen zufrieden gegeben. Die Militärdoktrin der Vereinigten Staaten von Amerika zielt darauf ab, präventiv gegen jeden potentiellen Rivalen der Vereinigten Staaten von Amerika in Sachen Weltherrschaft vorzugehen. Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion behält Russland das größte Arsenal außerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika und China ist eine schnell wachsende Wirtschaftmacht. Keiner von beiden bedroht die Vereinigten Staaten von Amerika oder Westeuropa. Im Gegenteil, beide sind bereit und willens, sich auf friedliche Geschäfte zu konzentrieren.

Sie sind allerdings zunehmend besorgt über die militärische Einkreisung und die provokanten Militärübungen, die die Vereinigten Staaten von Amerika direkt vor ihren Haustüren abhalten. Diese implizit aggressive Strategie mag den meisten Amerikanern verborgen bleiben, aber die Anführer in den betroffenen Ländern sind sich sehr sicher, dass sie begreifen, was da vor sich geht.

Das Dreieck Russland – Iran – Israel

Zur Zeit ist der hauptsächliche eindeutige „Feind“ der Iran. Washington behauptet, dass der „Raketenabwehrschild“, den es seinen europäischen Alliierten aufzwingt, dazu dient, den Westen gegen den Iran zu verteidigen. Die Russen wiederum erkennen ganz klar, dass der Raketenschild gegen sie selbst gerichtet ist. Zuerst einmal verstehen sie ganz klar, dass der Iran keine derartigen Raketen besitzt und auch keine erkennbaren Motive, diese gegen den Westen einzusetzen. Für alle informierten Analysten ist es völlig klar, dass sogar für den Fall, dass der Iran Atomwaffen und Raketen entwickelt, diese als Abschreckung gegen Israel verstanden würden, die regionale atomare Supermacht, die freie Hand bei Angriffen gegen Nachbarländer hat. Israel will natürlich diese Freiheit nicht verlieren und ist daher naturgemäß gegen eine iranische Abschreckung. Die israelischen Propagandisten schreien laut über die Bedrohung durch den Iran und haben unablässig daran gearbeitet, die NATO mit ihrer Paranoia zu infizieren.

Israel wurde sogar beschrieben als „29. Mitglied der Globalen NATO“. Vertreter Israels haben eine willige Madeleine Albright eifrig bearbeitet, um sicher zu stellen, dass die Interessen Israels im „strategischen Konzept“ berücksichtigt sind. Während der letzten fünf Jahre beteiligten sich Israel und die NATO an gemeinsamen Marinemanövern im Roten Meer und im Mittelmeer, wie auch an Heeresmanövern von Brüssel bis in die Ukraine. Am 16. Oktober 2006 wurde Israel zum ersten nichteuropäischen Land, mit dem ein sogenanntes Abkommen im Rahmen des „Programms der individuellen Kooperation“ mit der NATO betreffend die Kooperation in 27 verschiedenen Bereichen abgeschlossen wurde. Es ist bemerkenswert, dass Israel das einzige Land außerhalb Europas ist, das die Vereinigten Staaten von Amerika in der Zuständigkeit ihres European Command führen (also nicht unter dem Central Command, das den Rest des Mittleren Ostens umfasst).

Auf einem Seminar über die Beziehungen zwischen NATO und Israel in Herzliya am 24. Oktober 2006 sagte die damalige israelische Außenministerin Tzipi Livni, „die Allianz zwischen NATO und Israel ist nur natürlich ... Israel und die NATO teilen eine gemeinsame strategische Vision. In vielfacher Beziehung bildet Israel die Frontlinie zur Verteidigung unseres gemeinsamen Lebensstandards.“

Nicht jeder in den Ländern Europas würde die Ansicht teilen, dass die israelischen Siedlungen im okkupierten Palästina „unseren gemeinsamen Lebensstandard“ wiedergeben. Das ist ohne Zweifel ein Grund, aus dem die sich vertiefende Verbindung zwischen der NATO und Israel nicht die offene Form der NATO-Mitgliedschaft angenommen hat. Besonders nach dem barbarischen Angriff gegen Gaza würde ein derartiger Schritt Widerstand in europäischen Ländern hervorrufen. Nichtsdestotrotz fährt Israel damit fort, sich selbst in die NATO einzuladen, natürlich glühend unterstützt von seinen treuen Anhängern im Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika.

Der hauptsächliche Grund dieser wachsenden Symbiose zwischen Israel und der NATO wurde von Mearsheimer und Walt identifiziert: die energische und mächtige proisraelische Lobby in den Vereinigten Staaten von Amerika. Israelische Lobbies sind auch stark in Frankreich und im Vereinigten Königreich. Enthusiastisch haben sie das Thema Israel als „Frontlinie“ der Verteidigung der „westlichen Werte“ gegen den militanten Islam entwickelt. Die Tatsache, dass der militante Islam weitgehend ein Produkt dieser „Frontlinie“ ist, schafft einen perfekten Teufelskreis.

Israels aggressive Haltung seinen regionalen Nachbarn gegenüber wäre eine ernsthafte Belastung für die NATO und geeignet, diese in Kriege nach dem Ermessen Israels hineinzuziehen, die in keiner Bezeihung im Interesse Europas liegen.

Wie auch immer, ein subtiler strategischer Vorteil liegt in der Verbindung mit Israel, den die Vereinigten Staaten von Amerika zu nutzen scheinen ... gegen Russland. Indem sie sich an die hysterische Theorie der „iranischen Bedrohung“ anhängen, können die Vereinigten Staaten von Amerika weiterhin mit ernster Miene behaupten, dass der geplante Raketenschild gegen den Iran und nicht gegen Russland gerichtet ist. Das wird die Russen natürlich nicht überzeugen. Das kann aber genutzt werden, um ihre Proteste als „paranoid“ erscheinen zu lassen – zumindest in den Ohren der Gläubigen im Westen. Was haben sie denn immer noch zu jammern, wenn wir doch unsere Beziehungen mit Moskau „resetten“ und den russischen Präsidenten zu unserer lustigen Feier des „strategischen Konzepts“ einladen?

Die Russen wissen jedenfalls ganz genau, dass:
Der Raketenschild so konstruiert werden soll, dass er Russland umschließt, welches Raketen besitzt, die es als Abschreckung behält.

Durch die Neutralisierung der russischen Raketen die Vereinigten Staaten von Amerika sich freie Hand verschaffen würden, Russland anzugreifen im Wissen, dass Russland nicht zurückschlagen könnte.

Der Raketenschild, wenn er funktionierte, ungeachtet dessen, was alles gesagt wird, dazu dienen würde, einen Angriff gegen Russland zu erleichtern.
Die Einkreisung Russlands

Die Einkreisung Russlands setzt sich fort im Schwarzen Meer, in der Ostsee und am nördlichen Polarkreis.

Vertreter der Vereinigten Staaten von Amerika fordern weiterhin, dass die Ukraine der NATO beitreten muss. Gerade letzte Woche gab in einem Artikel in der New York Times Zbigniews Sohn Ian J. Brzezinski Obama den Rat, nicht die „Vision“ eines „ganzen, freien und sicheren“ Europa einschließlich der „letztendlichen georgischen und ukrainischen Mitgliedschaft in der NATO und in der Europäischen Union“ aufzugeben. Die Tatsache, dass die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung der Ukraine gegen eine NATO-Mitgliedschaft ist, spielt keine Rolle. Für den derzeitigen Spross der edlen Brzezinski-Dynastie ist es die Minderheit, die zählt. Die Aufgabe der Vision „untergräbt diejenigen in Georgien und in der Ukraine, die ihre Zukunft in Europa sehen. Sie verstärkt das Streben des Kreml nach einer Einflusssphäre ...“ Die Vorstellung, dass „der Kreml“ eine „Einflusssphäre“ in der Ukraine anstrebt, ist absurd, wenn man die extrem engen historischen Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine bedenkt, deren Hauptstadt Kiew die Wiege des russischen Staates war. Die Rufe der Familie Brzezinski ertönten allerdings aus Galizien, dem Teil der westlichen Ukraine, der einmal zu Polen gehört hat und das Zentrum der antirussischen Minderheit bildet. Die Außenpolitik der Vereinigten Staaten von Amerika wird allzu häufig von derartigen Rivalitäten beeinflusst, von denen die überwiegende Mehrheit der Amerikaner nicht die leiseste Ahnung hat.

Das unerbittliche Beharren der Vereinigten Staaten von Amerika auf die Einverleibung der Ukraine geht weiter ungeachtet der Tatsache, dass das die Vertreibung der russischen Schwarzmeerflotte von ihrer Basis auf der Halbinsel Krim bedeuten würde, wo die örtliche Bevölkerung überwiegend russisch spricht und pro-russisch eingestellt ist. Das ist ein Rezept für Krieg gegen Russland, wenn es je ein solches gegeben hat.

Mittlerweile erklären Vertreter der Vereinigten Staaten von Amerika weiterhin auch ihre Unterstützung für Georgien, dessen in Amerika ausgebildeter Präsident offen die Hoffnung äußert, die Unterstützung der NATO für seinen nächsten Krieg gegen Russland zu bekommen. Abgesehen von provokanten Marinemanövern im Schwarzen Meer führen die Vereinigten Staaten von Amerika, NATO und die (noch) Nichtmitglieder der NATO Schweden und Finnland regelmäßig größere militärische Übungen in der Ostsee durch, gewissermaßen in Sichtweite der russischen Städte Sankt Petersburg und Kaliningrad. An diesen Übungen beteiligt sind tausende Soldaten der Bodentruppen, hunderte Flugzeuge einschließlich F-15 Kampfflugzeugen, AWACS und Marinekräfte, darunter der Flugzeugträgerverband Strike Group 12 der Vereinigten Staaten von Amerika, Landungsfahrzeuge und Kriegsschiffe aus einem Dutzend Ländern.

Vielleicht am bedrohlichsten von alledem haben die Vereinigten Staaten von Amerika ständig Kanada und die skandinavischen Staaten (darunter Dänemark via Grönland) in einen militärischen Einsatz einbezogen, der offen gegen Russland gerichtet ist. Der wesentliche Punkt dieses arktischen Einsatzes wurde von Fogh Rasmussen bekannt gegeben, als er unter den „Bedrohungen“, mit denen die Nato fertig werden müsse, die Tatsache erwähnte, dass „das arktische Eis zurück geht, wodurch Ressourcen zugänglich werden, die bisher vom Eis bedeckt waren.“ Man könnte nun meinen, dass dieses Freiwerden von Ressourcen eine Gelegenheit wäre für eine Kooperation, um sie gemeinsam auszubeuten. Aber das ist nicht die offizielle Einstellung der Vereinigten Staaten von Amerika.

Im vergangenen Oktober sagte der Admiral der Vereinigten Staaten von Amerika James G. Stavridis, der NATO-Oberbefehlshaber für Europa, dass globale Erwärmung und ein Wettlauf um Ressourcen zu einem Konflikt in der Arktis führen könnten. Konteradmiral Christopher C. Colvin von der Küstenwache, zuständig für die Küste Alaskas, sagte, dass die russischen Schifffahrtsaktivitäten im arktischen Meer den Vereinigten Staaten von Amerika „besonderes Kopfzerbrechen bereiteten“ und forderte mehr militärische Einrichtungen in der Region. Der geologische Dienst der Vereinigten Staaten von Amerika glaubt, dass in der Arktis bis zu einem Viertel der unentdeckten Weltvorkommen von Erdöl und Erdgas liegen. Gemäß der Seerechtskonvention der UNO aus dem Jahr 1982 hat ein Küstenanrainerstaat Anspruch auf eine Zone von 200 Seemeilen und kann weitere 150 Meilen beanspruchen, wenn er beweist, dass der Meeresboden eine Fortsetzung seines Festlandsockels bildet. Russland erhebt diesen Anspruch und hat ihn geltend gemacht. Nachdem diese den Rest der Welt dazu gedrängt haben, der Konvention beizutreten, hat der Senat der Vereinigten Staaten von Amerika das Abkommen noch immer nicht ratifiziert. Im Januar 2009 erklärte die NATO, dass der „Hohe Norden“ von „strategischem Interesse für die Allianz“ ist, und seither hat die NATO mehrere größere Kriegsspiele abgehalten, ganz klar in Vorbereitung auf einen letztendlichen Konflikt mit Russland über die Ressourcen in der Arktis.

Russland hat seine Verteidigungsstellungen in der Arktis nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion weitgehend abgebaut und hat gefordert, Kompromisse über die Kontrolle der Ressourcen auszuhandeln. Im vergangenen September forderte Ministerpräsident Vladimir Putin gemeinsame Anstrengungen, um das zerbrechliche Ökosystem zu schützen, fremde Investitionen anzuziehen, umweltfreundliche Techniken zu fördern und daran zu arbeiten, dass Konflikte im Rahmen des Internationalen Rechts gelöst werden. Die Vereinigten Staaten von Amerika jedoch ziehen es wie üblich vor, die Angelegenheit dadurch zu regeln, dass sie ihr Gewicht zum Einsatz bringen. Das könnte zu einem neuen Rüstungswettlauf in der Arktis führen und sogar zu bewaffneten Zusammenstößen.

Trotz all dieser provokanten Züge ist es höchst unwahrscheinlich, dass die Vereinigten Staaten von Amerika den Krieg mit Russland suchen, obwohl Auseinandersetzungen und Zwischenfälle da und dort nicht ausgeschlossen werden können. Die Politik der Vereinigten Staaten von Amerika scheint darin zu bestehen, Russland einzukreisen und in einem Ausmaß einzuschüchtern, dass es den Status eines Halbsatelliten akzeptiert, der es in dem zu erwartenden zukünftigen Konflikt mit China neutralisiert.

Ziel China

Der einzige Grund, gegen China loszugehen, ist wie der sprichwärtliche Grund, den Berg zu besteigen: es ist da. Es ist groß. Und die Vereinigten Staaten von Amerika müssen über allem stehen.

Die Strategie für die Beherrschung Chinas ist die gleiche wie für Russland. Sie besteht in klassischer Kriegsführung: Einkreisung, Belagerung, mehr oder weniger geheimer Unterstützung für innere Unordnung. Beispiele für diese Strategie
In provokanter Weise verstärken die Vereinigten Staaten von Amerika ihre militärische Präsenz entlang der pazifischen Küste Chinas, indem sie den ostasiatischen Ländern „Schutz gegen China“ anbieten.

Während des Kalten Krieges, als Indien seine Waffen von der Sowjetunion bekam und eine blockfreie Haltung einnahm, bewaffneten die Vereinigten Staaten von Amerika Pakistan als seinen wichtigsten Alliierten in der Region. Jetzt verlagern die Vereinigten Staaten von Amerika ihre Gunst nach Indien, um Indien aus dem Einfluss der Shanghai Cooperation Organization herauszuhalten und es als Gegengewicht zu China aufzubauen.

Die Vereinigten Staaten von Amerika und ihre Alliierten unterstützen jede innere Abweichung, die China schwächen könnte, sei es der Dalai Lama, die Uighuren oder Liu Xiaobo, der eingesperrte Dissident.
Der Friedensnobelpreis wurde Liu Xiabao zuerkannt von einem Komitee norwegischer Abgeordneter unter dem Vorsitz von Thorbjorn Jagland, Norwegens Abklatsch von Tony Blair, der als norwegischer Premierminister und Außenminister gedient hatte und einer der hauptsächlichen NATO-Befürworter war. Auf einer von der NATO veranstalteten Konferenz europäischer Parlamentarier im letzten Jahr sagte Jagland: „Wenn wir die Tyrannei nicht aufhalten können, beginnt der Krieg. Aus diesem Grund ist die NATO unverzichtbar. Die NATO ist die einzige multilaterale Militärorganisation, die im internationalen Recht verwurzelt ist. Sie ist eine Organisation, die die UNO benutzen kann, wenn es notwendig ist – um Tyrannei zu stoppen, wie wir es auf dem Balkan getan haben.“ Das ist eine erstaunlich dreiste Verdrehung der Tatsachen, wenn man bedenkt, dass die NATO offen gegen das Internationale Recht und gegen die UNO verstoßen hat, um Krieg auf dem Balkan zu führen – wo es in Wirklichkeit zwar ethnische Konflikte gab, aber keine „Tyrannei“.

Bei der Bekanntgabe der Auswahl von Liu erklärte das norwegische Nobelpreiskomitee unter dem Vorsitz von Jagland, es habe „lange geglaubt, dass eine enge Beziehung zwischen Menschenrechten und Frieden besteht.“ Diese „enge Beziehung“, folgt man der Logik von Jaglands Äußerungen, besteht darin, dass wenn ein fremder Staat die Menschenrechte nicht der westlichen Interpretetion entsprechend respektiert, dieser bombardiert werden könnte, wie die NATO Jugoslawien bombardiert hat. Tatsächlich sind ausgerechnet die Mächte, die den größten Lärm bezüglich „Menschenrechte“ veranstalten, besonders die Vereinigten Staaten von Amerika und das Vereinigte Königreich diejenigen, die die meisten Kriege auf der ganzen Welt führen. Die norwegischen Erklärungen machen klar, dass die Verleihung des Friedensnobelpreises an Liu (der seine Jugend teilweise in Norwegen verbrachte) in Wirklichkeit eine Förderung der NATO darstellt.

„Demokratien“ als Ersatz für die Vereinten Nationen


Die europäischen Mitglieder der NATO tragen relativ wenig zur militärischen Macht der Vereinigten Staaten von Amerika bei. Ihr Beitrag ist in erster Linie ein politischer. Ihre Mitwirkung hält den Eindruck einer „Internationalen Gemeinschaft“ aufrecht. Die Welteroberung, die von der bürokratischen Trägheit des Pentagon betrieben wird, kann als Kreuzzug der „Demokratien“ der Erde hingestellt werden, um deren erleuchtete politische Ordnung dem Rest einer aufsässigen Welt aufs Auge zu drücken.

Die euro-atlantischen Regierungen erklären ihre „Demokratie“ zur Grundlage ihrer absoluten Berechtigung, sich in die Angelegenheiten des Restes der Welt einzumischen. Auf der Grundlage des Trugschlusses, dass „Menschenrechte notwendig für den Frieden sind“ proklamieren sie ihr Recht, Krieg zu führen.

Eine entscheidende Frage ist, ob die „westliche Demokratie” noch die Kraft hat, diese Kriegsmaschine zu demontieren, ehe es zu spät ist.

Anmerkung: Herzlichen Dank an Rick Rozoff für seine ständige Versorgung mit wichtigen Informationen

Erschienen am 18. November 2010 in > Counterpunch > Artikel"> Artikel

Übersetzung: www.antikrieg.com

Mittwoch, 24. November 2010

Murdochs imaginärer Krieg


Stuart Littlewood

Bei seiner letzten aufmunternden Rede vor der Anti-Defamation-League (ADL) beklagte sich der Medienmagnat Rupert Murdoch über einen „anhaltenden Krieg gegen die Juden“.

Er scheint entschlossen zu sein, die Aufmerksamkeit von dem rund um die Welt zunehmenden Ärger über Israel abzulenken. Aber sein fadenscheiniges Argument zerfällt geradewegs, weil er keinen Unterschied macht zwischen kriminellen Israelis und Juden allgemein. Das eine bleibt sorgfältig hinter dem anderen verborgen.

Und die antisemitische Etikette bleibt auf jedem an der europäischen Gesellschaft kleben - „an den besten Politikern bis hinunter zu den muslimischen Ghettos“ – die sich gegen das rassistische Regime aussprechen oder darüber auch nur ihre Stirn runzeln.

Die Zuhörerschaft, an die sich Murdoch nach dem Diner wandte, stürzte sich gierig auf seine Worte, aber die Leute sind heute besser informiert. Ich bezweifle, ob die breitere Zuhörerschaft ihm seine Argumente abnimmt. Was sie unannehmbar findet, ist Israels Gesetzlosigkeit und sein hemmungsloses Töten. Die weit übertriebene religiöse Dimension ist nur insofern relevant, als die Täter sich hinter der Religion verstecken und religiöse Texte falsch auslegen, um ihre Verbrechen reinzuwaschen.

Was also Herrn Murdochs Argumente untergräbt, ist die Tatsache, dass nicht alle Juden den Staat Israel unterstützen oder die Enteignung und Vertreibung der einheimischen (arabischen) Bevölkerung gutheißen. Eine wachsende Anzahl kämpft dagegen, was nur für sie spricht.

Und nicht alle Unterstützer Israels sind jüdisch. Sie schließen Bataillone von christlichen Zionisten mit ein. Es ist nicht überraschend, dass der jüdische Staat unter starke Kritik geraten ist. Jeder Staat mit einem religiösen oder stammesgebundenen Unterbau würde so verurteilt, wenn er sich auf dieselbe Weise schlecht verhalten würde.

Was die Rede von Herrn Murdoch betrifft, so fing er damit an, der Anti-Defamation-League zu erzählen:
„Ihr habt euch dafür eingesetzt, dass alle Rassen und Religionen gleich behandelt werden.“
Wenn das nur wahr wäre. Wie ihre Internetseite zeigt, ist die ADL sehr damit beschäftigt, Israel zu unterstützen. Sie ist gar nicht daran interessiert, israelische Hassgruppen zu bekämpfen oder die Sicherheit (sagen wir mal) der Palästinenser zu verteidigen.

Er fährt fort:
„Meine eigene Perspektive ist einfach: wir leben in einer Welt, in der es einen andauernden Krieg gegen die Juden gibt … Jetzt ist der Krieg in eine neue Phase getreten. Dies ist ein „weicher“ Krieg, der Israel durch Delegitimieren zu isolieren versucht. Das Ziel des Krieges ist es, Israel zu einem Pariastaat zu machen.“
Israel hat sich schon selbst durch seine hasserfüllte Haltung, die Nichtbeachtung des Völkerrechts und der UN-Resolutionen zu einem Paria gemacht. Ein Fragezeichen hängt über seiner eigenen Rechtmäßigkeit, während es versucht, die demokratisch gewählte Regierung des benachbarten Palästina zu isolieren und zu delegitimieren und sein verbliebenes Land begehrt, illegal besetzt und blockiert.
„Oft verkleidet sich der neue Antisemitismus in legitime Meinungsverschiedenheit mit Israel.“
Mit Israel nicht überein zu stimmen, sei Antisemitismus? Wir lachen über die Deutschen, dass sie keinen Humor haben. Müssen wir jetzt über die Israelis lachen?

Israels Weigerung, Kritik anzunehmen, ist Teil seines Verderbens. Die sofortige Zurückweisung des Goldstone-Berichts in Bezug auf Kriegsverbrechen gegen die Gaza-Bevölkerung vergrößert nur die Arroganz des Regimes. Sind Verleugner des Goldstone-Berichtes denn besser als Verleugner des Holocaust?
„Für mich ist dieser anhaltende Krieg eine ziemlich eindeutige Tatsache. Jeden Tag verteidigen sich die Bürger des jüdischen Landes gegen Armeen von Terroristen, auf deren Landkarten ein Naher Osten ohne Israel steht.“
Armeen von Terroristen? Jeden Tag? Wirklich?

Das Prinzip der Heimatverteidigung gilt natürlich gleichermaßen für die Araber. Der High-Tech-Terror, dem sie gegenüberstehen, ist real und ist voll hochmoderner Waffen. Er ist hundertmal schlimmer als irgend ein Terror, dem israelische Bürger gegenüberstehen. Man sehe sich nur die Todes- und Zerstörungsstatistiken an!

Falls es Herr Murdoch noch nicht mitbekommen haben sollte: Israel selbst wird weithin als Terrorstaat angesehen, der häufig Gewalt anwendet, Morde und außergerichtliche Hinrichtungen ausführt, Entführungen und Folter, Massaker und Aushungerungs-belagerungen, Luftangriffe, bewaffnete Überfälle, verbotenen Waffen gegenüber Zivilisten anwendet und massiv Menschenrechte verletzt. Es muss für die Sympathisanten des Regimes äußerst unangenehm sein, zu sehen, wie perfekt die Definition des Terroristen auf Israel passt, wie sie von den USA benützt wurden, um Länder auf die schwarze Liste zu setzen und die zu unterdrücken, die ihnen im Weg stehen. Wenn man von Landkarten spricht, hörte ich, wie Israelis Palästina (und palästinensische Ortsnamen) schon von ihren Karten gelöscht haben. Es ist auch bekannt, dass sie Hunderte von palästinensischen Dörfern zerstört und ausgelöscht haben, nachdem sie die Bewohner in die Flucht getrieben haben.
„Israel wird zunehmend geächtet, während der Iran – der kein Geheimnis daraus macht, Israel zerstören zu wollen– weiter mit dem Bau von Atomwaffen beschäftigt ist und dies laut, stolz und anscheinend ohne Angst vor Zurechtweisung tut.“
Auch Israel hat keine Angst vor Zurechtweisung. Es ist der einzige Staat in der Region, der den Atomwaffen-Sperrvertrag nicht unterschrieben hat. Seine 200 (oder gar 400?) nuklearen Sprengköpfe und seine verrückte Führung stellen für seine nächsten und übernächsten Nachbarn eine ernste Gefahr dar. Außerdem hat es die Konvention für biologische und chemische Waffen nicht unterzeichnet, auch nicht den umfassenden Nuklear-Test-Verbotsvertrag oder die Chemische Waffen-Konvention ratifiziert.

Kann Herr Murdoch einen Beweis für Irans Nuklearwaffenprogramm vorweisen? Und da Israel davon gesprochen hat, Iran mit nuklearen Waffen anzugreifen: was soll die Behauptung, dass der Iran Israel zerstören will?
„Einige glauben, wenn Amerika Glaubwürdigkeit in der muslimischen Welt und einen Fortschritt im Frieden zu gewinnen wünscht, muss Washington sich selbst von Israel distanzieren.“
Das ist endlich eine vernünftige Idee, Herr Murdoch
„Meine Ansicht ist das Gegenteil. Weit davon entfernt, den Frieden möglicher zu machen, schaffen wir sichere Feindseligkeit.“
Jetzt haben sie nicht mehr Recht. Feindseligkeiten bestehen nun seit Jahren.

Die letzte Panik in westlichen Hauptstädten verursachte eine „unentdeckte“ Druckerbombe. Es war eine deutliche Warnung für Länder, die mit der USA-Israel-Achse verbunden sind. Die normalen Westler haben es satt, wegen Amerikas herzlicher Verbindung mit Israel und durch Großbritanniens interessiertes Herumschleichen um Beide Probleme zu bekommen.

Die Leute hier haben sich schon längst eine Trennung gewünscht.
„Statt die Dinge für das palästinensische Volk besser zu machen, garantieren schlechte Beziehungen zwischen den USA und Israel, dass die gewöhnlichen Palästinenser weiter leiden.“
Bedeutet dass Israel die Schrauben für die Hilflosen nur aus Trotz noch enger zieht?
„Der Frieden, den wir alle wünschen, wird kommen, wenn sich Israel sicher fühlt.“
Frieden wird nur kommen, wenn JEDER sich sicher fühlt. Er ist keine Einbahnstraße.

Wie Herr Murdoch sicher weiß, hat die Hamas gesagt, dass sie Israel innerhalb seiner international anerkannten Grenzen von 1967 anerkennt – eine von der UN angenommene Position. Dies ist die offensichtlichste Straße zum Frieden und genau dies ignoriert Israel eifrig.
„Genau jetzt haben wir Krieg. Viele Leute führen diesen Krieg. Einige jagen ein Cafe in die Luft. Einige feuern Raketen in zivile Gegenden … einige kämpfen den gemäßigten Krieg mit internationalem Boykott und Resolutionen, die Israel verurteilen.“
Und einige führen Krieg gegen Frauen und Kinder und zielen auf unbewaffnete Fischer.

Und einige begehen Piratenakte und morden auf hoher See Freiwillige, die humanitäre Hilfe bringen. Das ist Krieg, und es ist ein schmutziger Krieg, der von Israel geführt wird. Aber Israels Waren und den Tourismus zu boykottieren, ist kein Krieg. Es ist nur das Ausüben der Wahlfreiheit. Man ist nur entrüstet. Israels Tourismusminister hatte in dieser Woche dasselbe getan: die „Türkei sollte als Tourismusziel total boykottiert werden.“

Stelle dich der Wahrheit und bitte um Vergebung

Wenn selbst Herr Murdoch mit all seiner Überzeugungskraft keine überzeugende Verteidigung Israels bieten kann, dann kann es keiner. Er zeigt hier, dass jeder, der dies versucht, keine Aussicht auf Erfolg haben wird.

Die Wurzel des Problems ist das Grundübel des zionistischen Projekts und der Fanatiker in den USA, Großbritannien und anderswo, die es unterstützen und die Flammen weiter anfachen.

Ich empfehle Herrn Murdoch, die Jerusalem-Erklärung der Bischöfe der Kirchen in Jerusalem von 2006 zu lesen. Sie müssen sich täglich mit den Störungen und der Zerstörung auseinander setzen, die Israel dem palästinensischen Leben zufüget. Die Bischöfe weisen die christlich-zionistischen Doktrinen als „falsche Lehre zurück, die die biblische Botschaft der Liebe, Gerechtigkeit und Versöhnung korrumpieren,“ und sie weisen das Bündnis christlich zionistischer Führer mit den Regierungen und den USA ab, die im Vorgriff Grenzen ziehen und die Herrschaft über Palästina sichern wollen.

Christlicher Zionismus unterstützt diese Politik und „fördert rassistische Exklusivität und einen ewigen Krieg.“ Die Jerusalemer Erklärung ruft jeden dazu auf, „sich selbst von der Ideologie des Militarismus und der Besatzung zu befreien.“

Vielleicht ist Herr Murdoch für diese Art der Befreiung noch nicht bereit. Gegenwärtig redet er viel von einem „Krieg gegen die Juden“, auch wenn es nur ein Punkt ist, an dem Propagandalügen schließlich mit der widerlichen Wahrheit über Israel kollidieren. Es ist ein Zusammenstoß im Zeitlupentempo, der bald geschehen wird.

Ich habe Herrn Murdoch also noch nicht abgeschrieben. Man betrachte ihn als einen bemerkenswerten Mann. Wer weiß - am Ende entscheidet er, dass es gibt in Israels skrupellosen Plänen keine Ehre gibt, und es würde für das Regime vernünftiger sein, mit den Lügen aufzuhören, sich der Wahrheit zu stellen, seine Verbrechen zu sühnen, zurück zu geben, was es gestohlen hat, sich nach dem Völkerrecht zu richten, die Regeln des normalen Verhaltens einzuhalten und die Rechte der Nachbarn zu respektieren.

Das ist der Weg, der nach vorne führt.

Und man sollte auch nicht vergessen, Gott und den US-Steuerzahler um Vergebung zu bitten und auch jene der umfangreichen jüdischen Gemeinden, die vor Scham zusammenzuckten.

Bei den arabischen Gemeinden des Heiligen Landes – bei Muslimen und Christen - um Entschuldigung zu bitten, dass sie 60 unnötige Jahre so abscheulich behandelt wurden, wird ein harter Weg sein, aber es ist der einzige Weg, um Versöhnung zu erreichen und letzten Endes Zufriedenheit.

Stuart Littlewood ist Autor des Buches Radio Free Palestine, das den Kampf der Palästinenser unter Besatzung erzählt. Er stellte den Artikel Palestinechronicle.com zur Verfügung www.radiofreepalestine.co.uk

Übersetzung: Ellen Rohlfs


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Entschließungsantrag des Bundestages: Die Bundesregierung möge noch vor der Wahl das alte Volk durch ein neues ersetzen

Am Freitag soll der Bundestag den sogenannten Haushalt verabschieden, der nach allgemeiner Sprachregelung herrschender Kreise, als Sparhaushalt durch's Dorf getrieben wird. In Wirklichkeit handelt es sich aber um ein erprobtes, strukturelles Gewaltinstrument der Obrigkeit gegen seine Unterschichten. Im Zweifelsfall sind Unterschichtler alle, die nicht zur herrschenden Klasse gehören, Mittelstand inklusive.


Nun hatte sich zur Verabschiedung des Haushaltes das Volk angesagt. Also diejenigen um die es geht. Wollten ihre Meinung zum Ausdruck bringen, und die gewählten Volksvertreter nicht im Unklaren darüber lassen, was ihre Wähler von ihnen erwarteten. Das fanden die Volksvertreter gar nicht gut. Von Sozialprotestlern belästigt werden wollten sie um keinen Preis der Welt. Also ließen sie die Polizei die bereits genehmigte, von linken Gruppen geplante "Belagerung" verbieten. Der Terror lässt grüßen. Ist nun Volksterror, Staatsterror, Kapitalterror, oder gar islamistischer gemeint? Letzterer muss als Begründung ja für alles herhalten, besonders wenn man auf den "inneren Feind" einschlägt. Darin sind sich alle "Terrorexperten" einig.

Und wie es der Terrorzufall so will, macht sich der Bund Deutscher Kriminalbeamter(BDK) für den Einsatz der Bundeswehr im Inland stark.
In der Neuen Osnabrücker Zeitung (Dienstagausgabe) schlug der Verbandsvorsitzende Klaus Jansen vor, »insbesondere auf die Feldjäger der Streitkräfte zurückzugreifen, weil diese auch polizeilich geschult sind«. Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) macht ebenfalls für den Inlandseinsatz der Bundeswehr mobil.
Da bin ich aber froh. Abziehende BW-Truppen aus Afghanistan im Einsatz an der Heimatfront. Noch eine gelungene Arbeitsbeschaffungsmaßnahme des mit dem Umbau der BW beschäftigten ersten Fallmanagers der Agenturfälscherwerkstatt für Arbeitsmarktstatistik, Frank J. Weise.

Das könnten sie glatt hinkriegen. Die Wehrpflicht wurde abgeschafft um den neuen Herausforderungen, als schnelle Eingreiftruppe überall einsetzbar zu sein, gerecht zu werden. Eine nicht ganz unwichtige Herausforderung wird der BW-Einsatz im Inneren sein. Dafür sind Wehrpflichtige ungeeignet. Auf der anderen Seite der Barrikaden könnte der eigene Opa stehen und dem Rekrutenlümmel eine hinter die Löffel hauen. Da ist es viel besser mit einer Berufsarmee. Kommisshirne unter sich. Die fragen nicht, die tun was man ihnen aufträgt. Befehl ist Befehl! Auch den eigenen Opa erschießen. Aber produktiver soll sie sein, die schnelle Eingreifstruppe. Bei dem Sparhaushalt, muss man schließlich überlegen wofür man sein Geld ausgibt.

Und die Union diskutiert jetzt offen die Pressefreiheit einzuschränken. Begründung: Terroralarm. Wozu ist der Terror eigentlich nicht anwendbar? Dabei dachte ich, die Pressefreiheit sei in Deutschland schon lange abgeschafft. Oder meint irgendjemand ernsthaft die Mainstream sei der Beweis dafür, dass hier wirklich Pressefreiheit herrscht? Fragt mal Friede Springer. Dass man von politischer Seite nun so tut als wäre ihr die Panikmache vom ehemaligen Nachrichtenmagazin, Tittenblatt Blöd oder anderen unangenehm, sollte man nicht ernst nehmen. Da werden sich die Bälle zugespielt wie in einem hochklassigen Basketballspiel. Arbeitsteilung halt. Bild und das Tausendundeine Nacht-Magazin als Richtschnur für die Zeit nach Einführung der Pressezensur? Ist doch wirklicht nicht nötig. Die sind es ja schon heute. Daran ändert sich auch nichts.

Wie die weitere Vorgehensweise gegen ein sich aufmüpfig gebendes Volk sein wird, wird das Ergebnis des Entschließungsantrages zeigen. Zieht euch schon mal warm an.

FH

cc Gegenmeinung

Dienstag, 23. November 2010

Center for 9/11 Studies hat NIST in einem gerichtlichen Verfahren zur Herausgabe beweiskräftiger Videos und Fotos gezwungen

Das wenig bekannte International Center for 9/11 Studies hat das National Institute of Standards and Technology / NIST in einem gerichtlichen Verfahren zur Herausgabe
beweiskräftiger Videos und Fotos vom Einsturz der WTC-Gebäude gezwungen

Von Eli Rika
9/11 Truth Organization, 06.11.10

Im Laufe des letzten Jahrhunderts wurden die erstaunlichsten Entdeckungen historischer Zeugnisse menschlichen Tuns häufig unter Einsatz erheblicher finanzieller Mittel von erfahrenen Forschern gemacht. Von der Ausgrabung der Ruhestätte des Pharaos Tutanchamun bis zum Aufspüren der gesunkenen "Titanic" erforderten fantastische Funde immer einen gewaltigen finanziellen und personellen Einsatz unter besonders qualifizierter Leitung. Wie konnte es also im letzten Monat gelingen, diesen Berg "bisher nicht veröffentlichter" Videofilme und Bilder, den das National Institute of Standards and Technology / NIST zur Untersuchung des Einsturzes der Türme des World Trade Centers / WTC benutzt hat, der Öffentlichkeit zugänglich zu machen? War das etwa das Werk eines milliardenschweren Abenteurers? Nicht ganz! Wir verdanken diesen Zugang dem wenig bekannten, keineswegs in Geld schwimmenden International Center for 9/11 Studies (dem Internationalen Zentrum für Studien zu den Anschlägen am 11. September 2001, ), dessen hartnäckige Bemühungen endlich Früchte getragen haben.

Das International Center for 9/11 Studies wurde 2008 von seinem Direktor James Gourley, einem Rechtsanwalt aus Texas, gegründet, der die Ereignisse am 11.9. zu hinterfragen begann, nachdem er eine Präsentation des (US-Professors für Theologie) David Ray Griffin gesehen hatte, die der US-TV-Sender C-SPAN verbreitete.

"Was ich da sah und hörte, hat mich fast umgehauen," erklärte Gourley, "und seitdem beschäftige ich mich mit dem 11.9.2001."


Staubwolke und herausgeschleudertes Objekt
nach einer Explosion in einem WTC-Turm


Um ein besseres Verständnis der Anschläge am 11.9. und die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesen tragischen Ereignissen zu fördern, bildete Gourley mit befreundeten Kollegen ein kleines Team – mit dem der Physik-Lehrer David Chandler, dem Aktivisten Dr. Graeme MacQueen und Justin Keogh, dem technischen Chef-Sachverständigen des International Centers. Das Center unterhält auch partnerschaftliche Verbindungen zu anderen wichtigen Forschern (die sich mit dem 11.9. befassen); dazu gehören u. a. der Physiker Steven Jones und der Chemiker Niels Harrit.

Seit seiner Gründung hat das Center grundlegenden Anteil an der technischen Analyse der Zerstörung des WTC gehabt. Gourley, der sich selbst mit chemischer Verfahrenstechnik befasst hat, ist Mitverfasser mehrerer Artikel, die Beweise dafür erbrachten, dass die Zwillingstürme und das Gebäude 7 des WTC durch kontrollierte Sprengungen zum Einsturz gebracht wurden. Seine Kritik an der die offizielle Erklärung stützenden Theorie des Herrn Zdenek Bazant, die Gebäude seien durch den wachsenden Druck nach und nach zusammenbrechender Stockwerke eingestürzt, wurde sogar als Einzelbeitrag in einer Artikelreihe zur Einsturzursache aufgenommen, die das Mainstream-Magazin Journal of Engineering Mechanics (s. http://911blogger.com/node/18196 ) veröffentlicht hat. Beiträge Gourleys wurden auch in wissenschaftlichen Fachzeitschriften abgedruckt – neben einem Artikel über den Sprengstoff Nanothermit, der im WTC-Staub entdeckte wurde (s. http://www.ae911truth.net/store/product_info.php?cPath=27&products_id=107 ) und ursprünglich im Bentham Open Chemical Physics Journal erschienen ist. Außerdem arbeitete das Center mit den Architects & Engineers for 9/11 Truth, den Scholars for 9/11 Truth and Justice und anderen Wissenschaftlern und Ingenieuren zusammen, um innerhalb von drei Wochen mit einem 26-seitigen Kommentar auf den NIST WTC 7 Draft Report reagieren zu können. (s. dazu http://wtc.nist.gov/medi /WTC7RevisedTechnicalBriefing111908.pdf; zur weiteren Information empfehlen wir zusätzlich http://wtc.nist.gov/pubs/factsheets/faqs_8_2006.htm und http://wtc.nist.gov/pubs/NISTNCSTAR1Draft.pdf )

Einsicht in die Dokumente, die das NIST für seine WTC-Untersuchungen auswertete, war nicht so einfach zu erhalten. Unter Berufung auf den Freedom of Information Act / FOIA richtete das Center am 26. Januar 2009 eine Anfrage an das NIST, in der die Offenlegung "aller Fotos und Videos" gefordert wurde, die das Institut bei seinen Untersuchungen zum Einsturz der WTC-Gebäude gesammelt, überprüft, ausgewertet oder auf andere Weise verwendet hat. Zunächst ignorierte das NIST die Anfrage einfach und wies dann monatelang alle Bitten des Centers um Einsichtnahme zurück. Schließlich reichte Gourley am 28. Mai 2009 eine Klage ein, um doch noch die Freigabe der Bilddokumente zu erwirken. Seither hat das NIST dem Center in regelmäßigen Abständen Fotos und Videos aus seinen Archiven zukommen lassen. Bis heute hat das Center mehr als 300 DVDs und mehrere externe Festplatten mit Infos zu den NIST-Berichten erhalten – mit mehr als drei Terabytes (drei Billionen) Daten – und das NIST hat angekündigt, dass noch weitere Dokumente folgen werden.

Bisher konnte des Center erst einen geringen Teil der Bilddokumente der Cumulus Database, einer Sammlung von mehr als 6.500 Videosequenzen, analysieren, die das NIST von Anwohnern, Einsendern und Medien erhalten hat, die am 11. September 2001 in New York City gefilmt haben. Obwohl das Center bisher nur einen kleinen Bruchteil dieses riesigen Archivs durchsehen konnte, wurden bereits mehrere bemerkenswerte Videosequenzen entdeckt und online gestellt.

In einer beunruhigenden Videosequenz berichten zwei Feuerwehrmänner, die gerade aus einem der Zwillingstürme entkommen konnten, dass es in dem Gebäude sekundäre Explosionen gab, welche die Eingangshalle zusammenbrechen ließen. Ein Feuerwehrmann ist so über die Explosionen erschrocken, dass er sagt: "Es könnte noch mehr (Explosionen) geben. Jedes dieser Gebäude könnte auseinander fliegen." In den offiziellen Berichten über die Ereignisse wurden die Aussagen von mehr als hundert Zeugen unterschlagen, die Explosionen gesehen und/oder gehört haben.

Die Freigabe dieses Videos am 6. Oktober 2010 stieß auf so viel Interesse, dass die Aufrufe laut Google Trends regelrecht hochschossen.

In einer anderen Videosequenz hört man eine dumpfe Explosion kurz bevor das WTC-Gebäude 7 einstürzt.

Eines der mysteriösesten Videodokumente der Sammlung zeigt eine Staubwolke und ein großes Objekt, das aus dem Fenster eines Turmes einige Stockwerke unter der Einschlagstelle des Jets geschleudert wird. "Die Größe und die Geschwindigkeit des herausgeschleuderten Objekts zeigt, dass es durch eine Explosion dazu gekommen sein muss," sagte Gourley nach der Prüfung des Videos.

Mehrere Videosequenzen wurden nachweislich manipuliert. Auch das erregte Gourleys
Verdacht. Auf einem Video vom Einsturz des WTC-Gebäudes 7 fehlt der Zusammenbruch des Penthauses. In einer anderen Sequenz, die mit dem Einsturz des WTC-Gebäudes 7 beginnt, fehlt zunächst der Ton, setzt aber nach dem Einsturz plötzlich wieder ein.

Auf einem Video, das nach dem Zusammenbruch der Zwillingstürme aufgenommen wurde,
ist Michael Hess, der Chefanwalt der Stadt New York, zu sehen, der aus der 8. Etage des WTC-Gebäudes 7 um Hilfe ruft. Diese Sequenz bestätigt eine Aussage des ehemaligen stellvertretenden Chefs der Katastrophenschutzes der Stadt New York Barry Jennings; er berichtete, Hess und er seien auf der 8. Etage eingeschlossen gewesen, weil eine Explosion innerhalb des Gebäudes das Treppenhaus unter ihnen zerstört habe.

Das Center bereitet weitere Videosequenzen zum Download für Interessierte vor und verlangt vom NIST die Übergabe weiterer Dokumente, die ihm bisher noch vorenthalten werden. Helfer des Zentrums analysierten auch ein Computermodell zum Einsturz des WTCGebäudes 7, das NIST ungern herausgab, um nachzuprüfen, ob die in der NIST-Untersuchung verwendeten Parameter wissenschaftlich haltbar sind. David Chandler will ein technisches Gutachten mit einer ausführlichen Analyse der Bilddokumente erstellen und per Video verbreiten. Justin Keogh bietet auf seiner Website zusätzliches Material für alle an, die bei der Auswertung der riesigen Menge schriftlicher Dokumente zur WTC-Katastrophe helfen wollen.

Inzwischen sind die Cumulus-Videos, die einen Umfang von rund 86 Gigabytes haben, online verfügbar, und Anleitungen zum Download sind hier aufzurufen. Allein diese Sammlung ist so umfangreich, dass sie das Center mit seinen begrenzten Möglichkeiten nicht allein in einer vertretbaren Zeit analysieren kann. Viele Stunden Video-Material müssen noch gründlich überprüft werden. Auf den ersten Blick scheint der gegenwärtige Mangel an verwertbaren Quellen noch enttäuschend zu sein, aber dieses Dilemma können unabhängige Forscher, technische Fachleute und andere Interessierte beseitigen helfen, indem sie unter den Bilddokumenten selbst nach neuen Beweisen suchen.

"Je mehr Menschen sich das Material anschauen, desto schneller kommen wir vorwärts," meinte Gourley; als er gefragt wurde, ob er Hilfe gebrauchen könne, antwortete er: "Wir könnten ja noch weitere sensationelle Entdeckungen machen, werden das aber erst wissen, wenn wir alles gesichtet haben." Die internationale Aufmerksamkeit, die einige Videosequenzen jetzt schon erregt haben, lässt vermuten, dass sich noch mehr beweiskräftige Funde in den Schlagzeilen rund um die Welt niederschlagen könnten.

Der große Schatz, den das International Center for 9/11 Studies mit so viel Einsatz gehoben hat, wartet sehnsüchtig auf einige gute Männer und Frauen, die ihn gründlich durchsuchen, um Informationen aufzustöbern, die uns jahrelang vorenthalten wurden. Jede/r mit einem Internetzugang hat jetzt die Möglichkeit, Entdeckungen zu machen, die mithelfen können, den Opfern dieses schicksalhaften Tages vor mehr als neun Jahren endlich Gerechtigkeit widerfahren lassen.

(Wir haben den Artikel komplett übersetzt und empfehlen unseren Lesern dringend, wirklich alle Zusatzinformationen und Video-Dokumente unter den angegeben Links aufzurufen und sich nach Möglichkeit an der Auswertung der Dokumente zu beteiligen.)

Übersetzung, Quelle: Wolfgang Jung, luftpost-kl.de

Mehr zum Thema:

Nachtwandler: AE911Truth: EXKLUSIVES INTERVIEW mit Physiker Jeff Farrer

Montag, 22. November 2010

Verschisstoide Runde und ihr selbstgemachtes Braune

Gestern traf sich eine hochkarätige Terrorrunde bei "Et kütt wie et kütt, et hät noch immer jot jejange", Anne Will, das Schneewittchen im Personalbestand des Märchensenders ARD. Es ging mal wieder, wie sollte es anders sein in diesen Tagen, um den Terror, der immer noch nicht im Land der "Dichter und Denker", oder wie böse Zungen es hin und wieder verunglimpfend nennen, das "Land der Richter und Henker", angekommen ist.


Bei arte lief bereits seit 20.15 Uhr "Stalingrad", ein Film, der das Gemetzel eines Krieges, ganz unheroisch, aus der Perspektive armer Frontschweine schilderte. In einer Szene des Schlachtens und Mordens, wurde ein Soldat mit dem Ruf, "weiter, du verteidigst deine Heimat hier", zum Weiterschlachten angespornt. Worauf die treffende Bemerkung eines der Antihelden war: "Muss ich deswegen 2000 km von der Heimat entfernt, in ein fremdes Land einfallen?"

Das war noch zuzeiten als Deutschland zu einem Land der "Richter und Henker" pervertiert war. Die Hoffnung, dies dürfe nie wieder passieren, löst sich langsam wieder nur in Wohlgefallen auf.

Da sitzt auf einem der Märchenstühle bei Anne Will, der Cheferzähler vom deutschen Tausendundeine Nacht-Magazin, Georg Mascolo, und belobhudelt den bereits aus dem Kollektivgedächtnis verschwundenen Peter Struck, für seinen markigen Spruch: „Die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland wird auch am Hindukusch verteidigt.“ Der Hindukusch liegt etwa 5000 km von Berlin entfernt. Ein Fortschritt mit 3000 km, könnte man meinen. Der Chefredakteur Mascolo vom Tausendundeine Nacht-Magazin, setzte aber noch einen drauf. "Die Terroristen," so sagte er sinngemäß - gemeint waren die anderen - "greifen mit ihren Terroranschlägen stets unschuldige Zivilisten an, richten sich gegen den 'Weichkörper' unserer Gesellschaft." Tosender Beifall der im Studio befindlichen Claqueure. Die merkten gar nicht, als er fünf Minuten später die Drohnen erwähnte, die genau das tun was er anprangert. Die töten eben nicht nur Kämpfer der Taliban oder Al Quaidas, sondern jede Menge afghanischer und pakistanischer Zivilpersonen. Wenn sich sogar der vom Westen eingesetzte Heroinkönig von Kabul, Karzai, veranlasst sieht, die NATO aufzufordern, die Mordattacken auf Hochzeitsgesellschaften, doch bitteschön sein zu lassen, muss der NATO-Terror in Afghanistan erschreckende Ausmaße angenommen haben, über die laut Anweisung von Chefredakteuren und Medienbesitzern an die unteren Ebenen ihrer Redaktionen, nicht berichtet werden darf. Wäre zwar der journalistischen Sorgfalt und Wahrheitsfindung dienlich, würde aber den Interessen der Medienbesitzer zuwiderlaufen. Wozu ziert man die Titelblätter denn mit nackten Brüsten, Puffgeschichten und Nonsens sonst? In einer Spaßgesellschaft muss die Quote stimmen - die Einnahmequote.

Zivile Opfer durch Luftangriffe der NATO in Afghanistan und Pakistan übersteigen mit Sicherheit die Opfer kämpfender Taliban. Allein bei dem im vorigen Jahr vom Oberst Klein angeforderten Luftangriff der NATO-Truppe auf zwei von den Taliban entführte Tanklastwagen wurden über 140 Menschen getötet. Der weit überwiegende Teil Zivilisten und Kinder. Die 'Weichteile' der afghanischen Gesellschaft.

Zur Erweiterung des intellektuellen Habitus der Märchengesellschaft hatte man auch Melody Sucharewicz, eine als PR-Beraterin für Israel arbeitende Israelin, mit deutschem Hintergrund, in die Runde geschickt. Mit einstudiertem Tunnelblick schilderte sie das "Leben mit dem Terror" in Israel, "das Taxi kostete 20 Schekel", wobei die Mut machenden Kopfnickereien der übrigen Märchenwesire immer schneller, heftiger und zustimmender wurden. Es erinnerte mich irgendwie an Verona Feldbusch wenn sie über die Vorzüge des BH:s für ältere Damen, die unter Brustsausen leiden, referiert. Israel als Opfer von Hamas und Hisbollah, das hätte man sich doch denken können. Die Botschaft ist angekommen, meine lieben VERschissten, um es mal entspannter mit einer neuen Wortschöpfung von Marvin zu sagen.

Als ganz freier, nur der Wahrheit und seinem Gewissen verpflichtete Journalist, hatte man den Irak-Krieg-Unterstützer und ehemals leitenden Funktionär in der Presseabteilung einer deutschen Großbank, Don Franklin Jordan, angeworben. Nach Berichten "gut informierter" Kreise, soll der Mensch seit 40 Jahren in Deutschland leben. Nun ja, er hatte dem deutschen Publikum wichtiges mitzuteilen. In gebrochenem Deutsch, die vierzig Jahre Integration haben keine nachhaltigen Spuren hinterlassen, teilte er der schaudernden Runde mit, als er in Köln in den Flieger stieg, stand eine verdächtige Tüte am Eingang des Flugzeugs. Nein, kein Sicherheitsbeamter, eine Tüüüte! Sprachliches Kauderwelsch ausgeschlossen. Vom Piloten dort abgestellt!! In den USA wäre so etwas undenkbar. Die Menschen dort hätten das sofort bemerkt und gemeldet!!!

Das sollten wir den armen US-Amerikanern auch nicht verdenken. Bei 16 Geheimdiensten, die an die 100 Milliarden Dollar jährlich verschlucken, und dennoch gekaperte Passagiermaschinen stundenlang im US-amerikanischen Luftraum unbehelligt lassen, ist erhöhte Wachsamkeit beim Bodenpersonal angesagt. Und noch etwas herzergreifendes hatte Don Vito Corleone Franklin Jordan uns zu berichten. Die neue Strategie der anderen Terroristen sei, die Kriege der hiesigen Terroristen, mit geringem Aufwand, z.B. Hosenbomberpäckchen, noch teurer zu machen. Unerhört für den ehemaligen Spitzenfunktionär einer Großdeutschen Bank.

Der finanzielle Niedergang des Imperiums, ein teuflischer Plan der hierzulande noch immer nicht gesichteten Taliban und Al Quaida, die aber, nach gut unterbauten Recherchen, als nützliche Idioten, das Geschäft der USA betreiben. Dabei fließen die Gewinne der vom westlichen Vorturner inszenierten Kriege in die Taschen westlicher Rüstungsindustrien und von Herstellern allschöner technischer Spielereien, wie beispielsweise Nacktscanner.
Die werden hergestellt von Rapiscan Systems, einer Firma, die von der Chertoff-Gruppe repräsentiert wird. Die Chertoff-Gruppe ist Michael Chertoff, ein Bürger mit doppelter, israelisch-amerikanischer Staatsbürgerschaft, der 2005 vom Hampelmann-Präsidenten George W. Bush zum Minister für Heimatland-Sicherheit bestellt wurde. Die Transportation Security Administration (TSA – Behörde für Transportsicherheit) nutzte Obamas wirtschaftlichen Anreiz, den American Recovery and Reinvestment Act, um 150 Rapiscan-Geräte zu kaufen. Viel größere Einkäufe werden vorbereitet.
Der ehemalige und der amtierende Innenminster der "gottogott-spiel-mir-den-Ball-zu" Runde, dürften mit der Kümmernis, die ihnen in Wort und Antlitz entsprang, ihre Parteien um ein, zwei Pünktchen nach oben gepusht haben. Es stehen Wahlen vor der Tür! Die Manipulateure der freien Presse setzen zur Aufholjagd an.

Übrigens, in dem eingangs erwähnten Film "Stalingrad" gab es auch schöne Szenen. Eine davon war, als ein "Feldgeistlicher", so heißen sie wohl, den Frontschweinen durch eine furiose Predigt, die tiefere Bedeutung des Koppels erläuterte. Auf dem stand nämlich "Gott mit uns", was die verdammten Bolschewiken nicht hatten. "Also, immer daran denken", so wörtlich in der Filmszene, "ihr seid nie allein". Das christliche Abendland halt, mit all seiner Aufklärung. Das war noch während des echten Faschismus. Nur, wo liegt der Unterschied zum heutigen VERschissmuss?

FH