Sonntag, 8. April 2012

Spiegel: Sterbehilfe für Grass

Mowitz
"Günter Grass wird im Oktober 85 Jahre alt. Womöglich wäre es besser, jemand würde ihm sanft den Griffel entwenden. ehNaMag"
Deutsche Diskussionskultur in "Leitmedien" vom Feinsten. Was sagen die Feingeister in Hamburg zu Riesenpolitiker Marcel Reich-Ranicki, 92 Jahre, der schon immer wusste wie andere Romane zu schreiben haben, es aber selbst nicht so richtig auf die Reihe bekam. Wie Eunuchen. Die wissen auch wie man es macht, können es aber nicht. So verblieb er Literaturkritiker. Dient aber beim Grass-Bashing als politisches "Analysen"-Alibi:
"Iran will Israel auslöschen, das kündigt der Präsident immer wieder an, und Günter Grass dichtet das Gegenteil".
Dabei sitzt er der immer wieder, bis auf den heutigen Tag, weitverbreiteten Übersetzungslüge einer Ahmadinedschad-Rede auf. Und wie stellen sich die Todesengel der Hamburger Brandstwiete das Ende von Altkanzler Helmut Schmidt, 94 Jahre, vor? Der meldet sich noch sehr viel öfter als Günter Grass zu Wort. Auch israelkritisch! Sanft, oder eher unsanft? Er wurde bereits Anfang der 1980er Jahre vom israelischen Ministerpräsidenten und Terroristen, Begin, aufgefordert: "Wer als Offizier am Vernichtungskrieg an der Ostfront teilgenommen habe, solle zu den Problemen im Nahen Osten ein für alle Mal den Mund halten". Begin selbst war Anfang der 40er Jahre Führer der Terrororganisation Irgun Tzwa’i Le’umi, auch unter Etzel bekannt, die sich durch Terroranschläge im damaligen britischen Mandatsgebiet hervortat. Dazu zählten Aktionen gegen die palästinensischen Araber und man organisierte Sprengstoffanschläge auf Marktplätze und Restaurants. Irgun Tzwa’i Le’umi, der zionistische Vorläufer des Terrornetzwerkes Tandhim Qaidat al-Dschihad, bekannt unter dem Namen al-Qaida. So schließt sich der Kreis, von dem Netanjahu anlässlich seines Grass-Bashings meint:
"Er warf dem Schriftsteller einen "schändlichen" Vergleich Israels mit dem Iran vor und erinnerte an die Mitgliedschaft des Autors in der Waffen-SS."
Wobei sich der Iran noch nie irgendwelchen Terror, wie Israels unzählige Angriffskriege, hat zuschulden kommen lassen. Auch das musste einmal gesagt werden.

FH

Nachtrag:

Dieses Video über israelische Techniken die "Antisemitismus-Diskussionskultur" zur Staatsräson zu erheben, fand ich hier.



Solidaritätsgrüße an Günter Grass

Bitte an folgende E-mail-Adresse (sein Sekretariat leitet sie weiter):

hohsoling@steidl.de

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